S2|F6 – Maja Emmerlich – Über Kunst im Arbeitsalltag und leuchtende Wege unter München

Shownotes

In dieser Folge von „Wer sammelt die Kunst?“ trifft Gudrun Ketterer Maja Emmerlich, Chefkuratorin der Munich Re Art Collection. Hier begegnet Kunst den Menschen täglich: in Büros, Treppenhäusern und unterirdischen Passagen, die selbst zu begehbaren Kunstwerken werden.

Wie sammelt man für ein Unternehmen? Und was geschieht, wenn ein Werk zunächst auf Ablehnung stößt? Das Gespräch führt hinter die Kulissen einer Sammlung, die den Arbeitsalltag prägt – und zeigt, wie aus Irritation Neugier entstehen kann und aus einer Begegnung mit Kunst ein persönliches Erlebnis.

Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten mit Kunstspaß zu haben.

00:00:03: Spaß fängt ja auch vielleicht da an, wo ich ein Kunstwerk verstehe und deswegen ist es für uns sehr wichtig ganz intensiv in den Aushausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen zu gehen und in dem Moment, wo wir ein Angebot machen das Angebot auch sehr gut zu vermitteln.

00:00:22: Sagt Maya Emmerlich, mit der ich mich in München im Muttersitz der Munich Rea getroffen habe.

00:00:28: Ich bin Gudrun Ketterer, Kunsthistorikerin und auch Zonatorin in unserem Familienunternehmen Kettererkunst in München.

00:00:36: In diesem Podcast stelle ich euch die Menschen vor, die Kunst sammeln – manche von ihnen für die eigenen Wände oder das eigene Museum

00:00:45: und andere

00:00:46: für Institutionen oder Unternehmen.

00:00:49: So auch mein heutiger Gast!

00:00:51: Maja Emmerlich Chief Curator einer der bedeutendsten Corporate Collections in Deutschland.

00:00:57: Die Sammlung der Munigri umfasst mehr als dreitausend Werke internationaler Künstlerinnen und Künstlern.

00:01:10: Sie begegnet Mitarbeitenden, Kundinnen und Gästen nicht nur in Ausstellungsräumen sondern in Fluren, Foyets, Büros, Meetingpoints Treppenhäusern unterirdischen Passagen und im Außenraum.

00:01:25: Sie beginnt historisch, schon neusehundert zwölf dreizehn mit dem Hauptgebäude an der Königinstraße und reicht heute von Kunst am Bau über raumgreifende Installationen bis hin zu zeitgenössischer Malerei, Fotografie, Skulptur- und Lichtkunst.

00:01:42: Man könnte fast sagen die Sammlung der Munich Re ist ein gut gehütetes Geheimnis das sich unterhalb des englischen Gartens befindet, sich über tausend zweihundert Meter erstreckt und beleuchtet ist.

00:01:56: Und genau darüber möchte ich heute sprechen, was bedeutet sammeln wenn nicht eine Privatperson entscheidet sondern ein Unternehmen Verantwortung trägt?

00:02:04: Wie frei ist Kunst in einem wirtschaftlichen Umfeld?

00:02:07: Und wie verändert sich eine Sammlung, wenn sie nicht im Depot wartet, sondern täglich Teil einer Arbeitswelt ist?

00:02:15: Liebe Maya Emmerlich!

00:02:16: Wie immer an dieser Stelle mit welchem Kunstwerk liebäugelst du gerade?

00:02:21: Erst mal danke, dass ich hier bin.

00:02:23: Ich freue mich über die Einladung.

00:02:24: Vielen Dank!

00:02:25: Wir haben eine lange Liste an Künstlerinnen und Künstlern, die bei uns auf einer sogenannten Watchlist stehen.

00:02:32: Das bedeutet es gibt viele Künstlerinen und Künder, die an einem Punkt sind in ihrer künstlerischen Karriere wo wir darüber nachdenken ob sie für uns passend sind.

00:02:45: Ich möchte die Liste um ehrlich zu sein nicht offenlegen.

00:02:49: Das Interessante ist ja, Künstler an einem ganz bestimmten Punkt in ihrer Karriere zu treffen.

00:02:54: Nämlich da wo sie an der Schwelle sind zum wirklichen Erfolg.

00:03:01: also zum Erfolg wo sie vielleicht die ersten großen Ausstellungen hatten aber wo man noch nicht ganz genau weiß geht das jetzt durch die Decke oder nicht?

00:03:11: und wo man auch dieses ganz persönliche Interesse daran hat oder auch den Wunsch sogar für die Künstlerinnen und Künstlern, weil man sie eben schon seit einigen Jahren beobachtet, dass es mit deren Karriere wirklich bergauf geht.

00:03:27: Und an dem Punkt möchten wir unsere neuen Künstlerin und Köstler für unsere Sammlung auch treffen!

00:03:35: Und da gibt es ganz, ganz unterschiedliche Möglichkeiten solche Positionen in unsere Sammlung zu integrieren.

00:03:41: Wie findest du diese Künstler?

00:03:43: Was tust du um diese Künder aufzuspüren?

00:03:46: Also zum einen natürlich ganz viel klassisches internationale Kunstmessen besuchen das mache ich regelmäßig Aber auch kleinere, insbesondere kleinere Galerien oder auch Messen die vielleicht nicht so groß sind wie die Frees- oder Artbasis.

00:04:04: Sondern eher die etwas kleineren Messen oder auch wenn wir internationale Standorte für die Munich Re Neu mit Kunst ausstatten möchten.

00:04:13: Schauen wir zum Beispiel regelmäßig in der jeweiligen Stadt.

00:04:17: Was gibt es da für Hochschulen oder für Kunstuniversitäten?

00:04:20: Was haben die in den letzten Jahren für Abschlussausstellungen gemacht, wie haben sich die Künstlerinnen und Künstlern, die dargezeigt wurden, entwickelt in den vergangenen drei, vier Jahren.

00:04:31: Und dann schauen wir, wie könnten sie vielleicht Teil unserer Sammlung werden.

00:04:37: Wie viele Standorte gibt das?

00:04:39: Insgesamt gibt's einhundertundvierzig internationale Standorte – die haben aber nicht alle Kunst!

00:04:45: Wir haben im nächsten halben Jahr zwei Projekte in den USA, eins in UK und ein wahrscheinlich in Madrid.

00:04:56: Also wir sind immer auch an unterschiedlichen Standorten der Munich-Ree unterwegs und integrieren da auch zeitgenössische Kunst.

00:05:05: Spannend!

00:05:05: Das ist eine große Entdeckungsreise auf die du da gehst – das ist fantastisch!

00:05:10: Wir treffen uns heute in München Auf einem Campus, auf dem Kunst wirklich überall präsentes.

00:05:16: In Passagen, Treppenhäusern, Besprechungsräumen draußen vor dem Gebäude gibt es einen Weg durch die Munich-Rei, den du besonders gerne gehst?

00:05:27: Oh ja!

00:05:28: Absolut.

00:05:28: Erzähl.

00:05:28: Hundert Prozent.

00:05:30: Am allerliebsten würde ich tatsächlich die Führung beim Walking Man beginnen.

00:05:36: Der Walking Man ist mittlerweile Das Kunstwerk, an dem sich Kunst und Marke Munich-Ree wirklich treffen.

00:05:45: Man kann sagen heutzutage ist der Walkingman wie so eine Art zweites Logo von Munich-Ree.

00:05:51: Das sollten wir auf jeden Fall das Gebäude, das nennen wir West-Hünft, und dann auf jeden fall an unserem kleinen Zeitstrahl vorbeigehen den man gerade sehr gut sehen kann weil das Hauptgebäude und das Ostgebäudern nicht sehen können.

00:06:08: Die sind beides gerade Baustellen, dann läuft man über einen roten Teppich und betritt die Munich-Re im Untergrund.

00:06:15: Über eine Passage von Honda Standteil, obwohl man sehr tief im Unterkund ist mit Tageslicht beleuchtet ist auch für uns sehr wichtig!

00:06:25: dass diese unterirdischen Passagen letztendlich auch durch Kunst gestaltet werden, weil sie dadurch zur Orientierung dienen.

00:06:33: Dann läuft man an einer Arbeit von Zillaläuten-Egger vorbei und anschließend durch eine relativ lange Passage von Maurizio Nanucci vorbei in unserem Konferenzzentrum von Katharina Gensler.

00:06:46: Und dann betritt man Kies Sonnier und die Kies-Sonnierarbeit.

00:06:51: Links sieht man vorher noch kurz Angela Bullock, eine sehr schöne Arbeit von ihr, die auch eine Arbeit ist, die auf die Begegnung mit dem Mitarbeiter der Mitarbeiter reagiert, weil wenn man die Passage betritt verfolgt ein das Farbegelicht.

00:07:08: Sehr schön!

00:07:10: Aber dann geht man durch Sonnier quasi keine zweite Sein künstlerisches Schaffen zeigt, weil man hier wirklich sieht wie er mit Neon arbeitet.

00:07:23: Also ein Künstler der das Leuchtmittel ganz zentral in den Mittelpunkt seines künstlerschen Schaffens stellt.

00:07:30: und von Kies Sonnier geht man dann weiter in die Passage von James Turrell und man hat quasi die beiden großen amerikanischen Lichtkünstlern nebeneinander.

00:07:44: dass wirklich das Leuchtmittel, die Neonröhre ganz zentral in den Mittelpunkt steht und sie auch sichtbar macht.

00:07:51: Und auf der anderen Seite Turrell, also des eigentliche Lichtes, das Leuchttemittel unsichtbar machen.

00:07:59: Wir haben hier eine ganz einheitlich beleuchtete Wende beziehungsweise bei uns eine einhundertfünfzig Meter lange Passage, die kein einziges Leuchtmittel wirklich zeigt!

00:08:13: Fantastisch.

00:08:14: Wir sind hier ja vorhin durchgegangen, es ist wirklich ... Es ist atemberaubend!

00:08:17: Du hast im letzten Jahr die Nachfolge von Susanne Ehrenfried Bergmann angetreten... Die dreißig Jahre lang Chief Curator der Munich Re-Art Collection war und die Sammlung mit ihrer Handschrift sehr geprägt hat.

00:08:32: Was konntest du in deinem ersten Jahr bewirken?

00:08:35: Was ist deine Handschrifft?

00:08:37: Konntest tu schon etwas umsetzen oder anstoßen.

00:08:42: Das Schöne ist, dass ich in der Nachfolge von Susanne-Ernfried Bergmann gar nicht so sehr das Bedürfnis habe, irgendwas besonders neu oder anders zu machen.

00:08:53: Ich kenne Susanne seit Jahrzehnte und zwanzig.

00:08:56: Sie hat mich eingestellt letztendlich als damals Assistenzkuratorin Und sie hat die Sammlung auf eine Art und Weise geprägt, die ich bis heute unfassbar wertschätze.

00:09:11: Wenn man neunundneutzig ein James Turell ankauft, dann ist das eine Entscheidung die noch weit vor dem tatsächlichen Boom getroffen wurde.

00:09:22: Den James Torell in den Zehner zwanziger Jahren hatte nachdem er auch auf der Biennale in Venedig ausgestellt hat und viele weitere große Einzelausstellungen hatte.

00:09:33: Das heißt ihre Arbeit muss ich gar nicht in irgendeiner Art und Weise ... sondern eigentlich nur fortsetzen.

00:09:42: Aber es gibt natürlich Themen heute, die wichtig sind – das ist Digitalisierung der Sammlung.

00:09:47: Wir haben unsere Sammlungen bisher nicht digitalisiert.

00:09:50: Wir müssen uns überlegen wie wird in Zukunft die Kunstvermittlung stattfinden?

00:09:56: und an all diesen Themen arbeiten wir gerade?

00:09:59: Und die Neubauten, oder?

00:10:00: Die

00:10:01: Neubau- und Sanierung spielen natürlich auch eine sehr große Rolle.

00:10:04: Das heißt aber auch da werden wir das was eigentlich in der Tradition der Munich Re-Art Collection steht nämlich das ehemalige Hauptgebäude, was wiederhauptgebäuden wird, im Jahr zwanzigundzwanzig wird... ...wird...

00:10:16: ...zweitausendneunundzwantzig

00:10:19: neu eröffnet.

00:10:20: Da haben wir ganz viele Möglichkeiten wieder neue Kunst zu integrieren.

00:10:24: Ist doch fantastisch!

00:10:26: Das mit den Umbaumaßnahmen für dich da, die Möglichkeit entstehend neue Kunst anzukaufen.

00:10:35: Neue Räume zu schaffen ist großartig!

00:10:38: Liebe Maya wir haben jetzt viel über die verschiedenen Gebäude aus der Die Munich Re sich zusammensetzt gesprochen.

00:10:44: Warum hängt die Corporate Collection und dein Department am Departmentbau?

00:10:51: Was ist der Grund dafür?

00:10:53: Wir sind durch die Anhängung an Realestates, heißt es bei uns sehr gut in die Prozesse des Bauens integriert.

00:11:02: Das heißt wir kriegen sofort mit wenn irgendwo ein neues Brauprojekt gestartet wird, wenn neue Mietvertrag international abgeschlossen wird und dadurch können wir ganz schnell reagieren mit unseren Kunstkonzepten und auch mit den Überlegungen ob wir in solche neuen Standorte dann auch wieder Kunst integrieren möchten.

00:11:22: Das ist für uns ganz wichtig, dass wir von Anfang an in die Prozesse integriert sind.

00:11:27: Und es bedeutet auch letztendlich das wir den Künstler oder die Künstlerin, die Architekten und die Projektplaner an einen Tisch bekommen...

00:11:40: Was für ihr Künstlern ja auch eine riesen Chance

00:11:42: hat?

00:11:42: Ganz genau!

00:11:43: Dass der Künstlers oder die Könstnerin wirklich die Möglichkeit hat bestimmte Dinge wie Wegeführungen oder Beleuchtung, was auch immer da Teil des Kunstwerks sein könnte mit zu beeinflussen.

00:11:58: So wie bei Terrell, dass er der großen Einfluss auch nehmen konnte bei der Führung der Passagen unterirdisch?

00:12:04: Ganz genau!

00:12:04: Beim Terrell war es so als er das Projekt gemacht hat.

00:12:08: Es war... wirklich mitbestimmen dürfen, wie diese Passage zwischen den Gebäuden verläuft.

00:12:20: Man hätte einfach eine gerade ebenerdige Passage bauen können aber er hat sich dazu entschieden eine Passage zu bauen die wenn man sie betritt, es ist quasi auch ne Laufrichtung, wenn man Sie betritt geht's leicht bergab dann betritt man den ersten sogenannten Dom Dann gehts ganz leicht bergs auf dann um die Kurve.

00:12:44: Man hat in der Kurve einen Moment, wo man nicht ganz genau weiß wie es weitergeht.

00:12:49: Da hat man auch lichte Rahmen, die da eingebaut sind Wie eine Art optische Verschnellerung.

00:12:57: Der Lauf Geschwindigkeit.

00:13:00: Bittet dann den zweiten sogenannten Dorm auch mit einem Skypeace, wo man wirklich in den Himmel schauen kann.

00:13:07: Das Skypeace ist verortet im historischen Garten des Hauptgebäudes.

00:13:12: Das kann man eigentlich sehen von außen und geht dann den Rest des Weges noch mal durch eine Glastür.

00:13:22: Man kann sagen diese Torellarbeit hat so etwas wie einen Anfang ein Hauptteil unten Schluss.

00:13:29: Es ist wie eine Dramaturgie.

00:13:32: Und wenn Künstler die Möglichkeit hat, sowas mitzugestalten ... dann schafft man ein Kunstwerk was am Ende auch diejenigen mit überzeugte sich sonst tatsächlich eigentlich ganz wenig mit Kunst beschäftigen weil sie es einfach spüren.

00:13:49: und den Moment wollen wir erreichen im Unternehmen.

00:13:52: Die Sammlung wird kontinuierlich mit zeitgenössischen Positionen erweitert.

00:13:57: Was muss eine Arbeit mitbringen, damit sie in eine so gewachsene Sammlung hineinpasst?

00:14:06: Ich würde da tatsächlich eine Unterscheidung treffen zwischen auf der einen Seite Kunstanbauprojekten wo wir versuchen an die Idee der Passagen und der Lichtkunstwerke usw.

00:14:20: auch anzuschließen.

00:14:22: An Konzepte von Kunstwerken die einen Raum wirklich so definieren, dass der Raum zu einem neuen Erlebnis wird durch das Kunstwerk.

00:14:33: Und auf der anderen Seite haben wir Kunstwerke, die müssen funktionieren in Arbeitsbereichen.

00:14:41: Das bedeutet ... Dass man da sehr genau überlegen muss, was kann man den ganzen Tag anschauen?

00:14:52: Das ist nicht ganz einfach!

00:14:56: Und tatsächlich ist es auch von Kolleginnen zu Kollegen sehr unterschiedlich.

00:15:01: und deswegen haben wir dieses sehr schöne Konzept entwickelt, dass wir auf den Arbeitsflächen also in den großen Bereichen die mit Desksharing funktionieren.

00:15:15: Den Kolleginnen und Kollegen anbieten das sich sich die Kunstwerke als Team aussuchen können.

00:15:19: Das heißt wir fragen was wollt ihr denn gerne haben?

00:15:25: was interessiert euch, wollt ihr Fotografie?

00:15:27: Wollt ihr Malerei?

00:15:28: und wir nennen das die sogenannte Arthothek.

00:15:32: Und es ist eine Möglichkeit seine sogenannte Homesone, die man in diesen Open Space Bereichen eben dann trotzdem hat auch zu individualisieren.

00:15:42: Das ist ein sehr schönes Konzept, dass auch total gut funktioniert wirklich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen.

00:15:50: Auf einem Weg, wo man sagt was wäre denn ein Kunstwerk?

00:15:53: Was du dir den ganzen Tag gerne anschauen möchtest und was sich vielleicht sogar inspiriert oder dir einen Moment der Ruhe gibt.

00:16:00: also es gibt ja verschiedene Möglichkeiten wie Kunst auf uns täglich wirken

00:16:05: kann.

00:16:06: Gibt es einen Lieblingskünstler hier unter den Mitarbeitern?

00:16:11: das glaube ich tatsächlich nicht.

00:16:15: Also natürlich spielen dann Namen auf gewisse Art und Weise auch eine Rolle.

00:16:20: Ich werde zum Beispiel häufig gefragt, wo hängt denn eigentlich unsere ganzen Gerhard Richter?

00:16:26: Aktuell sind die alle eingelagert, die hängen nämlich im Hauptgebäude.

00:16:29: oder es gibt so grundsätzliche Anfragen nach.

00:16:34: wir wollen gerne Farbe haben, wir wollen gern Spaß haben wenn wir die Kunst anschauen.

00:16:42: Ich bin absolut d'accord, dass Kunst die Arbeitsatmosphäre total beeinflusst und es soll natürlich ein positiver Einfluss sein.

00:16:52: Gibt es denn Werke, die polarisieren?

00:16:54: Wo Mitarbeiter sagen das möchte ich hier nicht

00:16:58: haben?

00:16:58: Ja, definitiv!

00:17:03: Auch da versuchen erst mal mit Vermittlung zu reagieren.

00:17:11: Also wirklich in den eins-zu-eins Austausch zu gehen und zu fragen, was ist denn eigentlich genau das Problem mit dem Kunstwerk?

00:17:19: Was macht es dann mit dir?

00:17:21: Weil auch eine Reaktion die erstmal als negativ empfunden wird kann ja irgendwas in einem anstoßen Und ich kenne das aus meiner ganz persönlichen Erfahrung dass man Kunst sieht und sich erst mal denkt, oh Gott damit will ich mich eigentlich gar nicht weiter beschäftigen weil das macht irgendwas mit mir.

00:17:40: Das ist für mich anstrengend oder sogar es fordert mich auf eine Art und Weise heraus so dass ich sagen würde dafür habe ich überhaupt keine Kapazität.

00:17:49: aber das ist eigentlich auch in gewisserweise genau das was wir erreichen.

00:17:54: also nicht unbedingt wollen werden negative reaktion erreichen aber wir wollen erreichen dass man auch über die Kunst ins Gespräch kommt.

00:18:03: Und ich hab schon erlebt, mehrfach erlebt das genau durch diese Erklärung.

00:18:09: und auch wenn wir sagen es gibt verschiedene Rezeptionsebenen also das erste ist erst mal nur das Sehen und das Sehnen stößt mich ab.

00:18:17: aber dann gibts ne zweite und wir sagen oh jetzt lerne ich noch was über den Künstler und der kommt da unterher und er erzählt mir die und die Geschichte und dann gibst du vielleicht sogar eine dritte dem Kunstwerk, dem Inhalt den der Künstler eigentlich meinte und mir ganz persönlich.

00:18:36: Und plötzlich entwickelt sich ein Verständnis das dann sehr, sehr weit über das eigentliche oder über den eigentlichen Rahmen, in dem man an einem Arbeitsplatz hätte auch hinausgeht.

00:18:51: Das ist ja total schön weil wir an dem Moment jemandem wirklich erreicht haben ganz intensiv daran mitgearbeitet haben, dass der Mitarbeiter die Mitarbeiterin ein Erlebnis hat in dem Unternehmen das sie für ihren Leben nicht mehr vergessen wird.

00:19:12: Das haben wir tatsächlich schon erreicht.

00:19:14: Ich finde ich ganz großartig und es ist ja auch immer so, dass Kunst oftmals ja nicht aus sich heraus spricht und man muss mehr wissen... zur Biografie des Künstlers mehr wissen, man muss zu Entstehungen.

00:19:26: Das Kunstwerk ist vielleicht mehr missen und plötzlich öffnet sich das wie ein Schlüssel mit dem man eine Türe öffnete und das Kunstwerk wird verstanden und regt Interesse und man mag es plötzlich.

00:19:38: Damit machen wir glaube ich du und ich jeden Tag Erfahrung also mir geht es auf jeden Fall so.

00:19:44: Wir haben ganz viel über die Binnenwirkung der Sammlung gesprochen.

00:19:48: Wie wichtig ist euch die Außenwirkung, die Visibilität der Sammlung?

00:19:53: Wir sind ein Unternehmen das keinen Erstkundenkontakt hat.

00:19:58: Wir sind ganz klar darauf fokussiert dass wir wirklich den allerallerbesten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen und er bedeutet eben dass er hochwertig durch Kunst ausgestaltet ist.

00:20:11: aber natürlich spielt Kunst in der Art und Weise, wie Munich-Re als Unternehmen wahrgenommen wird.

00:20:19: Eine sehr große Rolle!

00:20:21: Deswegen haben wir uns dazu entschieden die Sammlung auch zu öffnen und einmal im Monat eine öffentliche Führung anzubieten.

00:20:28: Da kann man sich anmelden über unsere Website.

00:20:31: Das heißt... Die Kunst ist im Grunde schon da zu zeigen, dass Munich Re ein Unternehmen ist.

00:20:40: Was genau in diesem Spannungsfeld, was ich vorhin schon meinte zwischen Tradition und Solidität und auch Zukunftsorientierung handelt.

00:20:50: Die Kunst ist da immer eine Art von Katalysator oder auch eine Möglichkeit die ganz konkret sich bietet, um sich mit einem Unternehmen zu identifizieren oder auch ein Bild zu haben von dem Unternehmen.

00:21:08: Wie ich vorhin schon gesagt habe der Walking Man ist wie so eine Art zweites Markenzeichen von Munich Green geworden weil Munich Green sehr abstraktes Geschäft hat Versicherungsverträge zu verkaufen es nicht so einfach Zu zeigen.

00:21:22: und wenn wir Tage haben wo man Gäste einlädt oder auch das Unternehmen gerne vorstellen möchte in bestimmten Kreisen, dann wird ganz häufig eine Kunstführung gebucht.

00:21:34: Weil man dadurch einen Anknüpfungspunkt schafft der ganz konkret ist und ganz visuell funktioniert.

00:21:41: Und ich auch immer wieder die Rückmeldungen bekomme dass Insbesondere Gäste, internationale Gästen mal vor zwanzig Jahren bei Munich Revan und sie das nie vergessen haben dieses Erlebnis weil es eben diese unterirdischen Passagen schon so lange gibt.

00:21:56: Und Sie sich immer freuen wenn Sie wieder da sind!

00:21:58: Also es ist tatsächlich eine Möglichkeit des Unternehmens wirklich zu repräsentieren.

00:22:06: Lass uns über den Unterschied des Sammels für eine Corporate Collection Private Sammlung sprechen.

00:22:14: Du verantwortest keine private, sondern eine Unternehmenssamlung.

00:22:19: Was was ändert sich an einer Sammel- beziehungsweise Kaufentscheidung?

00:22:24: Wenn sie nicht aus einem persönlichen Besitzwunsch heraus entsteht... In Wiefernmaier sammelst du anders!

00:22:32: Bei Kunstabbauprojekten haben wir tatsächlich ein ganz eigenes Gremium dafür.

00:22:38: das bedeutet die Idee ist die Geschäftsgebäude ja wirklich langfristig zu gestalten.

00:22:46: Und das bedeutet, dass wir wirklich in die Entscheidung über die Kunstwerke den Vorstand mit einbeziehen und es hat natürlich auch einen Vorteil nämlich, dass we sagen können diese Entscheidungen sind wirklich bis in die allerhöchste Hierarchieebene mitgetragen und betonen auch die Langfristigkeit dieser Entscheidungen.

00:23:09: Auf der anderen Seite versuche ich innerhalb der Sammlung bestimmte Unternehmenskerrenerzählungen schon auch weiter zu erzählen, wie zum Beispiel diese Idee von den vier Elementen.

00:23:24: Also da gibt es natürlich die Idee von Naturkatastrophen und irgendwie weit ist unser Kerngeschäft auch Teil von Erzählungen, mit denen sich auch Künstler heutzutage beschäftigen.

00:23:39: Aber das können ganz andere Geschichten sein wie Diversität spielt in unserem Unternehmen auch eine große Rolle.

00:23:45: Wir versuchen immer weiter unsere Sammlung zu diversifizieren.

00:23:49: wir haben immer mehr internationale Standorte.

00:23:53: es ist überhaupt nicht festgelegt zum Glück für mich als Kuratorin.

00:23:58: Es macht viel interessanter.

00:24:00: Es ist für mich überhaupt nicht festgelegt auf bestimmte einzelne Erzählstrenger.

00:24:06: Aber natürlich versuche ich, mit Ankäufen an angelegte Erzählungen

00:24:13: anzuknüpfen.".

00:24:14: Die Sammlung ist – wir haben es schon erwähnt – neunzehnt zwölf dreizehn im Grunde gestartet?

00:24:22: Sie ist gewachsen!

00:24:23: In den Anfängen wurde nicht strategisch gesammelt sondern ... Ein großer Teil der Sammlung ist aus Geschenken zustande gekommen.

00:24:33: Eigentlich ist erst ab九zehundertsechsundneunzig mit Susanne Ehrenfried Bergmann konsequent ein Sammlungskonzept und eine Strategie entwickelt worden.

00:24:45: Was geschieht mit jenen Werken, die aus diesem Konzept herausfallen?

00:24:51: Die bei denen es keine Anknüpfungspunkte gibt?

00:24:55: Gibt es da einen Plan oder ein Konzept?

00:24:58: Wir

00:24:59: haben

00:24:59: angefangen, tatsächlich Teile aus der Sammlung an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verkaufen.

00:25:08: Es war für uns klar, dass wir die Sammlungen auf irgendeine bestimmte Art und Weise optimieren müssen.

00:25:16: Wir haben sehr viele Werke – wie gesagt es sind in den Sechziger-, Siebziger-Achtzigerjahren viele Werken in die Sammlung gekommen die kein kuratorisches Konzept tatsächlich verfolgen.

00:25:34: Das bedeutet, sie nehmen sehr viel Platz weg und wir hängen sie auch gar nicht mehr auf.

00:25:41: Und eigentlich ist die Idee von der Unternehmensammlung ja dass Sie in den Geschäftsgebäuden verteilt sind.

00:25:47: Wir wollen gar nicht besonders große Depots haben und besonders viel Kunst in unseren Kellern anhäufen sondern wir wollen die Kunst eigentlich auf den Flächen verteilen.

00:25:59: Deswegen haben wir letztes Jahr damit angefangen, diese Kunstwerke auszusortieren und haben eine große Mitarbeiterverkaufsausstellung gemacht.

00:26:10: Es war ein riesiger Erfolg!

00:26:11: Wir haben damals auch mit einem Aktionshaus zusammengearbeitet.

00:26:15: die haben für uns die Kunstwerker geschätzt.

00:26:17: das waren alles Kunstwerken die im Grunde keinen Marktwert haben also unter dreihundert Euro Kosten.

00:26:25: Das war ein sehr, sehr schönes Happening.

00:26:27: Es war genau an dem Moment ganz kurz bevor wir das Hauptgebäude geschlossen haben und haben in diesen historischen Gängen des Hauptgebäudes eine riesige Petersburg-Erhängung gemacht mit all diesen Kunstwerken.

00:26:42: Und wir waren nach zwei Stunden ausverkommen.

00:26:44: Nein!

00:26:45: Die große Artig.

00:26:48: Event, kann man tatsächlich sagen.

00:26:50: Ich werde bis heute die ganze Zeit gefragt, ob wir das nicht wiederholen können?

00:26:53: Was waren das für Kunstwerke?

00:26:54: Was kann ich mir vorstellen?

00:26:56: Das war ein hauptsächlich Druckgrafik.

00:26:58: Es waren auch Poster, es waren auch irgendwie ein paar Poster von Picasso dabei.

00:27:03: Es sind auch Landkarten dabei.

00:27:05: Sondern wirklich die unterschiedlichsten Werke, die wir ganz klar aber definiert haben als eigentlich NICHT Teil der Munich Re-Art Collection.

00:27:13: Es war schon wichtig zu sagen ... Wir verkaufen jetzt nicht unsere Sammlung!

00:27:18: sondern wir verkaufen Bestände, weil wir das eigentlich nach wie vor nicht machen wollen.

00:27:22: Wir wollen eigentlich nicht entsammeln im klassischen Sinn – wie viele andere Unternehmensammlungen das jetzt in den letzten Jahren ja auch

00:27:29: gemacht

00:27:30: haben.".

00:27:31: Diese Aktion ist natürlich eine fantastische Aktion gewesen und auch von Erfolg gekrönt.

00:27:36: Das freut mich total!

00:27:38: Gibt es denn Berührungspunkte der Munigry von dir mit dem Secondary-Market?

00:27:45: Mit den Auktionshäusern würde mich natürlich brennend interessieren.

00:27:48: Aktuell tatsächlich nicht.

00:27:51: Ich weiß noch nicht, wie es in der Zukunft sein wird – ich finde aber grundsätzlich die Kooperation zwischen Auktionshäusern und Corporate Collections sehr interessant.

00:28:04: Es gibt ja auch verschiedene interessante Beispiele aus der Vergangenheit, wie solche Kooperationen zu sehr großem Erfolg geführt haben.

00:28:14: Es gab zum Beispiel dieses Beispiel, dass die Dresdner Bank in die Commerzbank übergegangen ist und damit die Comerzbank an Giacometti bekommen hat.

00:28:25: Und das war für die Comersbank damals die Möglichkeit, die Stiftungen zur Förderung der kulturellen Bildung zu unterstützen und auch weiter zu finanzieren.

00:28:35: Das heißt sie haben sich tatsächlich dazu entschieden diesen Giacometti über Sotheby's zu versteigern.

00:28:45: Diese Kunstwerke, die aus Corporate Collections kommen haben häufig den großen Vorteil dass sie eine einwandfreie Provenienz haben und das Sie ganz frisch auf den Markt kommen.

00:28:58: Weil sie häufig eben von diesen Unternehmenssamlungen aufgenommen wurden in die Sammlung und dann da über viele viele Jahre bleiben bis zu einem Zeitpunkt wo die Künstlerinnen und Künstlern da eben dann Teil der Sammlung sind, so etabliert sind das sich der Verkauf rentiert um wieder in junge Aufstrebende oder Mid-Career Artists zu investieren.

00:29:23: Da gebe

00:29:23: ich dir zu hundert Prozent Recht!

00:29:26: Unsere Lieblingsaktionen sind Sammlungsaktion weil die Werke marktfrisch sind was ja immer ein ganz wichtiger Punkt ist.

00:29:35: Oftmals ist es so, dass die Provenienz noch mal sehr recherchiert werden muss.

00:29:41: Weil das ist etwas, was erst seit einigen wenigen Jahren wirklich ein ganz wichtiger Teil unseres Arbeitsfeldes ist – die Provinienzforschung.

00:29:52: Aber für einen Oktionshaus ist eine Sammlungsaktion das begehrlichste schlicht weg!

00:30:00: Das erzählt auch, wenn man diese Geschichte von der Kommerzbank damals dieser Chacometia damals alle Rekorde gebrochen.

00:30:06: Es war dann eine Versteigerung über Sassabis die über hundert Millionen Dollar eingebracht hat.

00:30:14: das war im Jahr zwei tausend zehn ein absoluter Rekord und man kann es dann auch nachvollziehen weil man dadurch natürlich wirklich wieder an seinen Ursprungen der Funktion von solchen Unternehmenssammlungen anknüpfen kann, nämlich eben wieder in jüngere Künstlerinnen und Künstlern und eben in die kulturelle Bildung zu investieren.

00:30:37: Das sind eigentlich schon Möglichkeiten des Entsammeln wird auch nicht unbedingt so negativ gesehen sondern eben als Anfang auch wieder von einer neuen...

00:30:47: Absolut richtig!

00:30:47: So hatten wir das vor einigen Jahren mit der Sammlung der Deutschen Bank gemacht für die wir einen großen Teil in die Versteigern durften.

00:30:58: Und das wurde von der Presse auch sehr positiv aufgenommen,

00:31:03: da

00:31:04: war die Argumentation, dass es in neue Künstler-, in neue Projekte-, in neuen Kunst- und Papierarbeiten investiert werden würde – und die Resonanz war großartig!

00:31:18: Das heißt, der Schwerpunkt ist auf einer kontinuierlichen Schärfung der bisherigen Sammlungsstrategie.

00:31:26: Ganz

00:31:26: genau!

00:31:26: Wenn du heute ein neues Kunst- am Bauprojekt für Munich Reap beauftragen könntest, was für einen Ort würde dich reizen?

00:31:35: Das

00:31:35: ist eine sehr, sehr gute Frage.

00:31:37: ich bin nämlich gerade dabei die Hauptorte für das neue Hauptgebäude festzulegen und da wird es verschiedene Möglichkeiten geben.

00:31:47: zum einen wird es neuen Empfangsbereich geben.

00:31:51: Das ist immer eine tolle Möglichkeit, ein Kunstwerk zu integrieren was einen wirklich in den Bann schlägt.

00:32:00: das kann nur sein dass von der Decke hängt das kann ein ganzes Raumkonzept sein wo wirklich alle Wände integriert sind es kann Boden sein es kann ja wirklich in dem Moment wo man das plant noch absolut alles sein.

00:32:12: dann gibt's einen eine Art Durchgangsraum der auch Teil sein wird neuen Empfangsbereich, der definiert sein könnte durch eine große Skulptur.

00:32:25: Da habe ich auch schon eine Vision.

00:32:26: Es gibt ganz viele Möglichkeiten

00:32:29: da... Und du verrätst natürlich nichts!

00:32:30: Das darf

00:32:31: ich nur nicht.

00:32:32: Ganz genau.

00:32:34: Dann gibt es verschiedene Dining-Räume.

00:32:37: Das sind Räume die auch schon zum Teil historisch geprägt sind.

00:32:41: Wir haben z.B.

00:32:42: einen Max Bill Diningraum und einen von diesen Räumen können wir auch neu gestalten.

00:32:49: Und was auch spannend ist, sind natürlich all diese Räume, wo Menschen zusammenkommen.

00:32:54: Also verschiedene neue Cafeterien, Menschen, wo sie zum Essen zusammenkommen, Außenbereiche... Es gibt gerade aktuell in dem Moment, wo mir diese Frage gestellt wird quasi noch alle Möglichkeiten und da bin ich wirklich an den Punkt, wo ... Ich mich wahnsinnig freue, dass es da so einen großen Gestaltungsspielraum gibt!

00:33:19: D.h.,

00:33:20: diese Räume werden, du hast vorhin gesagt, neunundzwanzig werden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

00:33:27: Das heißt das ist dein nächstes Projekt, Künstler für die neuen Räumlichkeiten zu finden.

00:33:35: Ganz genau!

00:33:36: Neben den internationalen Standorten.

00:33:39: Ich würde gerne noch mal mit dir sprechen über die mobilen Kunstwerke und die immobile Kunst.

00:33:45: Munich Rebe schreibt die Verbindung von Kunst und Architektur als ganz wichtigen Bestandteil des Sammlungsprofils.

00:33:54: Bis heute sind über sechzig ortsspezifische Werke entstanden, was ist das Besondere an Kunst, die für genau ein Ort entwickelt wird?

00:34:04: Und das ist ja auch das, was du jetzt in deiner nahen Zukunft machen wirst!

00:34:09: Was ist das besondere?

00:34:11: Beobachtest du bei den Künstlern, die die Kunst am Bauprojekte übernehmen.

00:34:17: Dass sie bei euch den entscheidenden Schritt weitergehen und weitergehen können?

00:34:22: Auf jeden Fall!

00:34:23: Das beste Beispiel ist tatsächlich die Passage von James Terrell.

00:34:27: Da kann man wirklich sagen es war quasi der Auftakt seiner großen Kunstambau-Projekte.

00:34:35: Es war das erste Projekt, dass er gemeinsam entwickelt hat mit Wolfgang Häusler einer bis heute bestehenden Kooperation.

00:34:44: Auch wenn es die Galerie Häusle nicht mehr gibt – es gibt immer noch die Zusammenarbeit.

00:34:49: auch unsere jetzige Neuproduktion der Passage von James Turrell wurde mit Wolfgang Häuseler gemeinsam entwickelt.

00:34:59: Wenn man dann die Möglichkeit hat, in einem Projekt wie bei uns sich wirklich auch auszuprobieren an Plänen zu arbeiten.

00:35:09: Es gibt Interviews mit Wolfgang Häusler, wie er erzählt das damals die Architekten von Munich Re ein kleines Modell gebaut haben zum allerersten Mal und James Terrell hat da sein Lichtkonzept in dieses kleine Architektenmodell integriert, um zu zeigen was er vorhat.

00:35:31: Damit es auf den Verständnis bei den ganzen Entscheidern trifft.

00:35:36: Dann sieht man wie wichtig das ist auch Künstlern und Künstlerinnen eine Chance zu geben an einem Zeitpunkt in ihrer Karriere wo sie vielleicht genauso ein Projekt noch nicht gemacht haben.

00:35:48: Wo sie sich vielleicht sogar dann gemeinsam mit einer Galerie ja noch entwickeln können.

00:35:55: Ich finde gerade auch die Zusammenarbeit mit Galerien sehr, sehr wichtig dass wir die als Partner empfinden in solchen Projekten das die einen ganz wichtigen Teil der Arbeit übernehmen wo wir uns auf deren Organisationstalent und so weiter verlassen können.

00:36:15: Und bei James Torell ist es natürlich in einer sehr großen Vision geendet.

00:36:22: Weißt du, wie Susanne Ehrenfried Bergmann auf

00:36:26: James

00:36:26: Tyrell gestoßen

00:36:27: ist?

00:36:27: Ich weiß dass er ein Künstler war wo man damals ein bisschen gesagt hat das es so eine Art Artistartist.

00:36:36: Also Susanne war und ist bis heute sehr gut vernetzt in allen möglichen Bereichen der Kunst- und Kulturszene.

00:36:48: Und sie war auch damals in New York unterwegs, deswegen auf Tyrell gestoßen.

00:36:58: Im Grunde ist die Begegnung der beiden ein riesiger Glücksfall gewesen – sowohl für Susanne, weil sie hier wirklich etwas Einzigartiges in die Sammlung einbringen konnte aber auch für Tyrell, der sich weiterentwickeln konnte in Zusammenarbeit mit Häusler dann zu einer großen Bekanntheit.

00:37:17: James Terrell hatte die großartige Chance hier in München, in der Munich Rehe eine seiner größten und auch eine seiner ersten Arbeiten in Europa zu verwirklichen.

00:37:27: Und ich bin sicher dass du diese Chance hast gerade mit dem Neubau und der Sanierung der Gebäude.

00:37:35: Auch du wirst mit Sicherheit etwas Großartiges für das Unternehmen bewirken.

00:37:40: Wir haben da eine sehr große Möglichkeit neue Positionen einzubeziehen,

00:37:44: d.h.,

00:37:45: die Sammlung diverser auszurichten, weiblicher zu gestalten und mein Team und ich – das Corporate A-Team Wir sind gerade auf der Suche nach den allerbesten neuen Positionen, um hier wirklich die Zukunft für das Gebäude der Munich Reads zu gestalten.

00:38:01: Großartig!

00:38:01: Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und Freude vor allem auf diesem Weg.

00:38:05: Danke dir sehr für dieses Gespräch.

00:38:18: Kunst

00:38:23: im Museum oder Kunst am Arbeitsplatz?

00:38:26: Kunst am Arbeitsplatz.

00:38:28: Depot- oder Sichtbarkeit?

00:38:30: Sichtbarkeit!

00:38:32: Kunst an Bau, oder White

00:38:34: Cube?

00:38:34: Kunstanbau

00:38:36: Deine wichtigsten Do's beim

00:38:38: Corporate Collecting?

00:38:39: Kommunikation und Zugang?

00:38:42: Keine wichtigen Don'ts?

00:38:44: Vorverurteilen.

00:38:45: Wenn du nur ein Kunstwerk aus der Sammlung Munich Rebe halten dürftest Welches

00:38:51: wäre es Der Tourer.

00:38:53: Beide, von neunundneunzig und von zweitausendfünfundzwanzig

00:38:57: würde ich auch behalten.

00:38:59: Ich danke dir, Maya!

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