S2|F3 – Robert Ramsauer – Über Kunst sammeln als Ausgleich und einen kleinen Banksy

Shownotes

In dieser Folge von „Wer sammelt die Kunst?“ besucht Gudrun Ketterer den Sammler Robert Ramsauer in seiner Pariser Wohnung. Was mit frühen Banksy-Käufen in London begann, entwickelte sich zu einer Leidenschaft, die weit über die eigenen vier Wände hinausreicht.

Im Gespräch geht es um das Vertrauen in den eigenen Blick, um die Nähe zu Künstlerinnen und Künstlern und um einen Kunstmarkt im Wandel. Ramsauer erzählt, warum ihn das Entdecken immer neuer Positionen antreibt – und weshalb zum Sammeln für ihn auch gehört, Kunst und Begegnungen möglich zu machen.

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00:00:00: Dieser Weg der Transparenz, der in der Kunstwelt ja in der Vergangenheit nicht so verankert war.

00:00:04: Der geht jetzt aber rasant in eine Richtung und du siehst es an den Apps die Arthanalytics, die daraus kommen und Artnet und natürlich auch Interaktionsergebnissen.

00:00:14: Und ich glaube auch wenn wir noch mal über Generationen sprechen – ich glaube das ist mir auch diese nächste Generation und Sammlerinnen und Sammlern – wird einfach erwarten dass Sie hier in was investieren, ob das eine gewisse Transparentz hat.

00:00:25: Wie immer, wenn du einen guten Zugang hast und schneller bist, dann wirst du vielleicht ein besseren Deal machen.

00:00:30: Oder wenn du was siehst, was jemand andere übersieht, machst du vielleicht einen besseren Deal?

00:00:33: Das ist wie immer so im Leben.

00:00:35: Aber ich glaube das einfach mehr die Transparenz einziehen

00:00:37: wird.

00:00:38: Sagt Robert Ramsauer mit dem Ich mich in Paris getroffen habe!

00:00:42: Ich

00:00:42: bin Gudrun Ketterer Kunsthistorikerin und Auktionatoren in unserem Familienunternehmen Kettererkunst in München.

00:00:49: In diesem Podcast stelle ich euch die Menschen vor die nicht anders können als Kunst zu sammeln.

00:00:56: Was treibt sie an?

00:00:58: Wie treffen Sie Ihre Entscheidung, was gibt Ihnen die Kunst, was Sie sonst vermissen würden?

00:01:03: Über genau diese Fragen spreche ich mit unseren Gästen!

00:01:08: Wer sammelt

00:01:08: die Kunst?

00:01:09: – ein Podcast

00:01:10: von Kettererkunst.

00:01:12: Heute zu Gast.

00:01:14: Robert Ramsauer Der gebürtige Österreicher verantwortete zuletzt als Global Chief Operating Officer den Private Equity-Bereich bei Blackstone in London und New York.

00:01:25: Er sammelt seit den frühen zweitausender Jahren, unterstützt bis heute zeitgenössische Künstlerin bei ihrer Arbeit und ist Partner der Parallel Vienna einem innovativen Messeformat aus Wien.

00:01:37: Herzlich willkommen Robby Ramsauer!

00:01:39: Dankeschön Ich freue mich drauf.

00:01:41: Wir

00:01:41: sitzen hier gemeinsam in deiner Wohnung, in Paris im sechsten arrondissement.

00:01:47: wir sind umgeben von kunst.

00:01:49: ich sehe hier positionen von martin kippenberger von maria lasnick viel michelle mayeros barter jung wird mikelly.

00:01:59: die kunst steht zum teil an Die Wende gelähnt ist immer ein Zeichen von Sammlung, nämlich viel Kunst ist da.

00:02:07: Kann nicht gehängt werden?

00:02:08: Mit welchem Kunstwerk liebäugelt es du gerade?

00:02:12: Ich habe gerade geliebäugelt mit einem Kunstwerk, das ich erworben hab oder dabei bin zu erwerben.

00:02:17: Das ist eine frühe Videogame-Arbeit von Corey Archangel.

00:02:21: Eine Arbeit aus den Frühen zweitausendern.

00:02:22: Ich glaube die siebente oder achte Arbeit, die er gemacht hat.

00:02:24: Ein Künstler, den ich besonders spannend finde der auch immer zeitgemäßer und wichtiger sein wird weil er in der Welt, die halt immer durchwachsener wird mit Technologie.

00:02:34: Eigentlich einer der ersten Künstler war, der sich damit auseinander gesetzt hat und das war sowas.

00:02:40: ich bin ein Kind der neunzige Jahre, habe Videospiele gespielt und kann mich noch erinnern wie diese Arbeiten damals publik wurden und es war damals dann irgendwie auch zu immediate oder zu früh sich da wirklich dafür zu interessieren weil jetzt war ja quasi um uns rundherum Videospile und das ist ganz normal.

00:02:56: Jetzt im Nachhinein schaut es so bisschen nach Windage aus beziehungsweise wenn man das so bis sie Sich genauer anschauen, sind es so die Beginne, wo dieses neue Medium von Künstlern manipuliert wurde.

00:03:07: Und ich glaube das wird eine ganz große Rolle spielen in Zukunft.

00:03:10: Also Mark my Words!

00:03:12: Aber ich glaube in Dutzend von Jahren werden diese Arbeiten ganz wichtig

00:03:15: sein.".

00:03:15: Auf dem Secondary Market ist dieser Kunst noch überhaupt nicht angekommen?

00:03:20: Wo findest du diesen Kunst?

00:03:22: Wie gehst Du vor?

00:03:23: Ohne zu tief bei Corey einzusteigen aber der hat ja mal einen Zeitpunkt, so ein Jahr oder so war er eigentlich gehypt worden diese Art Photoshop-Arbeiten, die er damals gemacht haben.

00:03:33: Die Gradient Works und das sind diese Arbeiten teilweise für sechsstellige Beträgen so weit aufgelaufen worden.

00:03:38: Das hat sich dann etwas beruhigt und es kommt wieder.

00:03:41: aber wie komme ich da drauf?

00:03:43: Ich habe einen sehr breiten Horizont was Kunst betrifft.

00:03:46: also ich interessiere mich ja wirklich für alles von den alten Meistern bis hin zu Gegenwartskunst aller Art Und da spielt eben auch diese Art der Kunst eine Rolle.

00:03:54: Also abgesehen von Corey gibt noch viele andere Künstlerinnen und Künstlern die sich in den neunziger Jahren begonnen haben mit dem Internet, wie das gerade hochgekommen ist auseinanderzusetzen.

00:04:03: Und ich glaube es werden einfach so in fünfzig Jahren einen Überzug schauen und sagen Das internet dominiert alles was eigentlich in der Kunst passiert damals.

00:04:10: oder wer hat sich denn eigentlich begonnen damit auseinandersetzen auch wenn er selbst wie gesagt auch noch vielleicht zu immediate scheint.

00:04:15: aber ich glaube irgendwann einmal werden sich die Leute thematisch damit befassen um Dinge zu finden die da spannend sind interessant sind aber visuell irgendwie auch ein Anspruch haben der mich interessiert zu denen ich vielleicht einen persönlichen Bezug habe, weil ich eben auch in dieser Ehre aufgewachsen bin.

00:04:32: Das interessiert mich dann ab und ich hab da ein breites Netzwerk und lerne die Künstler teilweise direkt kennen oder auch die Dealer oder die Galeristen, die mit diesen Arbeiten zu tun haben, direkt

00:04:41: kennen.".

00:04:42: Was hat dich veranlasst von New York nach Paris zu ziehen?

00:04:45: Naja das hat schon auch mit einer gewissen Lebensveränderung zu tun.

00:04:49: Ich bin ja in Österreich aufgewachsen, bin dann für meine Uni nach London gezogen Finanzwesen begonnen, die mich dann auch noch in New York gebracht hat.

00:05:00: Und in New-York ist dann etwas ganz Besonderes passiert.

00:05:03: Ich habe mit der Caroline gemeinsam eine Familie gestartet sozusagen und habe mich entschlossen, das umzugrempeln in meinem Leben.

00:05:10: Ich wollte zurück nach Europa ziehen und obwohl London mein Zuhause war, dachte ich in dieser Veränderung bin ich reif für ein Abenteuer.

00:05:20: Es muss jetzt nicht London sein.

00:05:21: Es gibt auch gewisse Dinge, die mich in London jetzt nicht so angesprochen haben auf Brexit bezogen

00:05:25: etc.,

00:05:25: und es sagt okay, auch wenn wir da irgendwann mal wieder landen.

00:05:28: In der Zwischenzeit startet mein Abenteuer aber anders Und Paris ist ja recht schnell eine Option geworden.

00:05:35: Ich habe das aus New York schon gemerkt dass ich da was zusammen braut im Kunst- und Kultur.

00:05:39: Ich hab da Freunde aus kreativen Bereichen wahrgenommen, die nach Paris gezogen sind Und ich habe auch gemerkt, da braut sich was zusammen an und das hat mit vielen Elementen zu tun auf die ich nochmal eingehen kann.

00:05:51: Aber diese Nähe zu London war mir auch sehr wichtig.

00:05:54: Du bist ja mit dem Zug hier in zweieinhalb Stunden nicht einmal door-to-door zwischen den beiden Städten und es war für mich immer so eine Unsicherheit, dass sollte mir Paris nicht gefallen wir als Familie relativ schnell wieder nach London kommen können.

00:06:05: aber jetzt sind wir seit zweieineinhalb nach drei Jahren fast da und wir verwurzeln uns gerade und genießen das Leben her.

00:06:13: Und vor allem, wie gesagt, wenn man Kunst oder Kultur viel ist, dann passiert dir gerade wahnsinnig viel.

00:06:18: Hast

00:06:18: du ein Lieblingsort in Paris?

00:06:20: Ich habe viele Lieblungsorte in Paris!

00:06:22: Ich genieße jetzt gerade unsere Neighborhood sehr aber war davor im vierten auf der Ilse-Saint-Louis und die super war verbringen Wahnsinnig für Zeit auch was nicht im Norden Parises also teilweise Das heißt, zehn der elf der zwanzigsten aber dann auch über die Grenzen hinaus in den Bundes.

00:06:38: Weil eben da so viele spannende Dinge auch in der Kunstkultur passieren.

00:06:41: Also die ganzen Künstler-Tilees sind dort.

00:06:42: Viele Galerien sielen sich da an oder andere Kulturstätten und deswegen bin ich eigentlich überall in der Stadt unterwegs.

00:06:50: Aber durch Genieße gibt es viele Orte!

00:06:52: Ich liebe das Palais Royal zu besuchen.

00:06:54: Das ist ein wahnsinnig schöner Ort um mich abzuhängern.

00:06:58: Ich gehe wahnsinnigt gern desennend lang... weil du einfach die Stadt von den Brücken aus super siehst, aber eben auch jetzt wo diese Case pedestrianized worden sind.

00:07:08: Man da einfach ganz angenehm spazieren kann und die Stadt genießen kann.

00:07:14: Herrlich!

00:07:14: Wie siehst Du die aktuelle Rolle von Paris bezogen auf dem Kunstmarkt?

00:07:19: Was hat sich geändert?

00:07:20: Du bist jetzt drei Jahre hier ... Ja.

00:07:22: Siehst Du eine Entwicklung?

00:07:24: Also ich sehe die Entwicklungen, die ist nicht nur in den letzten drei Jahren passiert, sondern ich glaube die ist so in den Letzten fünf bis zehn Jahren passiert.

00:07:32: Und das hat was mit mehreren Faktoren zu tun, das hat etwas mit den neuen Foundations zu tun die hier gegründet worden sind, sei es jetzt die LV Foundation oder die Pinoe Foundation.

00:07:43: ich glaube die haben so tolle Orte kreiert dass sogar die KT Foundation dies eigentlich seit man hat vierzig-fünfzig Jahre in Paris gibt, die war früher im Süden der Stadt sich gedacht hat wir brauchen jetzt auch ein neues Gebäude Wir müssen auch ins Zentrum ziehen und die haben sich jetzt gerade eröffnet vorher sechs bis sieben Monaten Genübe von Louvre.

00:08:00: Und das zeigt einfach die Dynamik, die hier in der Stadt ist – die Competition!

00:08:04: Wenn man sich mit den Museumsdirektoren und den Kuratoren unterhält, dann sagen wir auch ja es sind jetzt ganz starke Institutionen, die sich eigentlich mit dem Museen messen.

00:08:14: Die haben natürlich die Pockets, die bringen kuratorisches Talent rein, die bringe Künstler in die Stadt, die früher nicht hier waren.

00:08:20: und das bedeutet auch dass die Museen sich jetzt da mehr anstrengen und so eine Art ich nenne es eine Arms Race nämlich die im Institutionellen hier stattfindet.

00:08:29: Das wiederum wird ergänzt über die Abbasen, die hier eingetroffen ist, weil sie die Vier übernommen hat und dann ge-rebranded hat.

00:08:35: Besser das damit zu tun dass internationale Galerien, die nach Europa gekommen sind haben sich früher immer noch logischerweise in London eingesillt.

00:08:42: Und die kommen jetzt doch Paris.

00:08:44: also gibt es mehrere Beispiele, die ich da nennen könnte und das alles mit Brexit zu tun.

00:08:48: D.h.,

00:08:48: du hast im Prinzip auf Institutioneller Ebene, auf Galerienebene über die Art Basel eben auch auf der Sammler Ebene eigentlich das gesamte Ecosystem, die sich hier findet.

00:08:59: Auch viele kreative Menschen – ich kenne Kreative aus Berlin, die sagen Puh!

00:09:03: Jetzt ist Berlin teurer geworden, es ist so teuer wie Paris.

00:09:06: Paris ist wenigstens noch international sozusagen.

00:09:08: und es gibt diese anderen Faktoren, die es spannend machen.

00:09:10: Es gibt auch fiskale Gründe.

00:09:13: Die Import Tax.

00:09:14: früher war London der Gateway für die Kunst nach Europa mit fünf Prozent Import Tax.

00:09:19: Das war also die niedrigste in Europa Und Frankreich war mit fünf halb Prozent zunächst loist worden.

00:09:25: Und jetzt mit diesen Tarifen, die es mit England gibt und diesen Frictions hat sich das eben auch eingebürgert.

00:09:32: Auch dessen Teil ist der vielleicht in die Hände von Frankreich spielt.

00:09:35: Das heißt im gesamten Art-Ecosystem gibt's Gründe warum Paris dann eine ganz bedeutende Stelle einnimmt – also nicht in Europa, ich glaube aber wir grenzen ihn aus!

00:09:45: und weise mehrere Komponenten dieses Artigosystems sind, glaube ich auch das es eine gewisse Nachhaltigkeit hat.

00:09:50: Es gibt ja nicht nur einen Grund oder zwei Gründe dieser Beigeführung sondern es gibt wirklich multiple Gründe.

00:09:55: deswegen glaube ich dass es hier weiterhin sehr spannend bleiben wird.

00:09:58: Dann bist du im Moment am richtigen Ort.

00:10:00: auf jeden Fall würde ich auch sagen...

00:10:02: Ja!

00:10:02: Ich habe da so eine gewisse Patternrecognition gehabt, aber ich merke einfach jetzt wo ich sich da bin.

00:10:08: Dass es sich auch immer mehr verfestigt und stärkt und wächst und ist aufregend.

00:10:13: Es

00:10:13: ist eine spannende Phase weil ich glaube auch du bist in einer Umbruchphase hier angekommen.

00:10:20: das toll dabei sein zu können.

00:10:22: Ist es?

00:10:22: Und es gibt ja auch eine Umbruchsphase in der gesamten Kunstwelt.

00:10:29: Es ist nicht nur auf die Stadt bezogen, sondern es ändert sich ja – ich weiß nicht ob ich das glaube.

00:10:33: Ja, es ändet sich glaube ich alles!

00:10:34: Also ich würde sagen in den nächsten paar Jahren wird man zurückblicken und sagen boah, es hat sich ganz viel getan.

00:10:41: Und es hat mit strukturellen Veränderungen zu tun, um uns rundherum passieren.

00:10:44: Da können wir vielleicht mal kurz drüber sprechen.

00:10:46: Gerne!

00:10:48: Weil ich das auch stark wahrnehme dass eine Sammlergeneration die wegbricht, ne Golaristen-Generationen die wegbringt… Auch eine Künstler-Generation, künstlerinnen Generationen.

00:11:00: Das sieht man über die ganzen Estates, die sich da auftun.

00:11:03: und wenn man dann DoubleClick macht bei all diesen Komponenten merkt man das ich jetzt nach vorne raus die Dinge wahrscheinlich verändern werde.

00:11:11: Die jüngeren Sammler oder Die wenigen Unternehmer, die zu viel Kapital gekommen sind, sammeln vielleicht jetzt anders als früher im Leitenden-Siebster, Arzger, Neunziger.

00:11:21: Das spielt vielleicht digitale Kunst eine größere Rolle?

00:11:23: Es kommen vielleicht auch alte Meister wieder zurück.

00:11:25: Also das ist was ich schon wahrgenommen habe in den letzten ein, zwei Jahren.

00:11:28: Siehst du auch in den Aktionen so geben müssen, weil Leute irgendwie etwas Uniques suchen wenn sie sich schon sicher reinlassen und nicht dem Nächsten hörst oder auf der Wand haben wollen sondern vielleicht irgendwas was ganz speziell ist.

00:11:40: Was vielleicht viele im Kunstalltag überraschen wird Also diesmal auf der Sammlerseite.

00:11:46: Ich glaube auch, dass die Menschen die jüngere Generation und teilweise mehr in Experiences als Shared Fallout geht in Experiances nicht nur Eigentum und das wird glaub ich auch so den ganzen Markt etwas beeinflussen.

00:11:58: Und dann bei den Galerien ist es ähnlich ja – die Galerie müssen sich auch adaptieren.

00:12:02: Was sich das bei so großen Galerienen wie Hausand wird, die entwickeln sich im Prinzip wie eine Art Hospitality, Leisure, Luxury Group.

00:12:10: Ich sage jetzt mal auch zurecht, dass es sich da wahrscheinlich adaptieren und versuchen andere Standbeinde aufzubauen oder Dinge die synergistisch sind.

00:12:16: Und bei den Künstlerinnen und Künstlern ist das ja so – und das wird auf die Galerien bezogen!

00:12:20: Früher haben wir Galerie im Prinzip Karrieren und das Leben einer Künstlerin sozusagen gemanagt.

00:12:25: Das hat damit was zu tun, dass früher quasi der eine Marktplatz war um jemanden irgendwie in die Öffentlichkeit zu bringen.

00:12:34: Wenn Künstlierinnen und künstler jetzt ihr eigenen Kanäle haben?

00:12:36: Wofür braucht man das dann auch?

00:12:38: Natürlich brauchen wir es, weil die haben gewisse Kontakte in institutionelle Szenen, die man jetzt nicht so als Individuum nachbilden kann.

00:12:45: Aber heißt es jetzt, dass Galerien in Zukunft trotzdem weiterhin fünfzig Prozent nehmen sollen wenn sie, wenn die Künstlerinnen ja quasi selber ihr Marketing machen oder auch selber aus Materie raus verkaufen könnten?

00:12:55: Also ich glaube jetzt nicht, dass es jetzt wie gesagt die Galerier ersetzen wird überhaupt nicht, aber ich glaub' das wird ein viel fragmentierteres Ecosystem und dass auch die Galerien sich in Zukunft anders ausschauen werden, als sie heute sind und sich dabei entwickeln.

00:13:07: Ich

00:13:07: stimme dir da total zu!

00:13:09: Ich fand bei der Art Basel dieses Mal wahnsinnig interessant zu sehen, dass selbst die großen Namen Hauser & Wirt genauso auch by Pace das sie Objekte aus dem Secondary Market anbieten – nicht mehr die...

00:13:25: Frischen Künstler

00:13:27: arbeiten, sondern dass sie tatsächlich auch auf den Secondary-Markt zurückgreifen.

00:13:31: Also I couldn't agree more!

00:13:33: Es ist natürlich so das diese großen Galerien wahrscheinlich immer schon viel vom Secondary Markt gelebt haben aber ich würde sagen... Ich würde noch mal weitergehen und sagen mir ist vorgekommen, dass jede Galerie auf der Basel heuer in der Art wurde.

00:13:45: zum Art dealer Ja Und es hat wiederum mit diesen Unsicherheiten und dem Unbruchphasen die wir vorher besprochen haben zu tun.

00:13:53: Wenn du dann auf gewisse Namen und Brains zurückgreifst, das ist ein Fly-to-Safety im Endeffekt.

00:13:59: Auch für die Galerien und den ganzen logischen Konsequenz all dessen was wir jetzt gerade um uns rundherum sehen.

00:14:04: Weil diese strukturellen Veränderungen im Markt an sich sind es eine, aber die anderen Dinge, die in der Welt um uns herum passieren, die Unsicherheiten, wirtschaftliche Natur, geopolitische Natur, die können wir auch nicht wegdenken.

00:14:15: Und das passiert alles gleichzeitig.

00:14:17: Aber diese Veränderung... Das ist ja nicht alles nur negativ, sondern ich glaube das ist auch eine Umbruchphase die wahnsinnig viele neue Möglichkeiten auch bringen wird.

00:14:24: Und da setze ich halt so ein bisschen meinen Business-Hut auf weil immer denke gibt es Dinge zu tun, die neu sind, die spannend sind, dass alles etwas aufmischen werden und dir auch gewisse neue Möglichkeiten bringen werden.

00:14:35: und das verbringe ich auch eigentlich Zeit darin.

00:14:38: Was tust du dafür?

00:14:39: Ich bin ein Belieber in der Experience Economy vor allem in einer Welt die technologisierter wird Eine EI, jeder spricht überein.

00:14:49: Natürlich ist das eine ganz, ganz wichtige Komponente die das Leben schäpen wird nach vorne raus.

00:14:54: aber ich glaube auch dass deswegen wir als soziale Menschen immer mehr auch in Experiences interessiert sein werden und man sieht es ja auch aus Covid-raus kommend Dass sich da wirklich viel getan haben, dass es es sehr aufwollet sich dabei sich vom Eigentum auf Experiences verschoben hat.

00:15:09: Ja sie Menschen geben zunimmt mehr Geld aus für Restaurants Für Flüge Für Urlaube und sparen war anders.

00:15:16: Und im Endeffekt sieht das die ganze Consumer Goods Industry, ob es jetzt in Autos ist oder ob das in Uhren ist oder auch nicht in der Kunst ist?

00:15:25: Oder ob das auch in Kleidung ist?

00:15:27: Ja man sieht dass ja ganzen Markenkonzerne haben ja auch ihre Probleme diesbezüglich.

00:15:32: Es gibt auch andere strukturelle Gründe, aber Summersumarum ist ein Faktor und deswegen Experience Economy.

00:15:38: also eines meiner Projekte sind Wien parallel Vienna.

00:15:43: Das ist eine Art Mischform einer Kunstmesse, die gibt es seit fünfzehn Jahren.

00:15:46: Da bin ich vor drei Jahren eingestiegen.

00:15:48: Die eigentlich immer sind auf mich zugekommen und das ist ja auch ein Vehikel meiner Kunstinteressen in einer gewissen Art und Weise.

00:15:56: Ein ganz spannendes, weil es eine Misch-Form, da stellen Galerien aus, da stellt Projekträume aus, wir stellen aber auch Künstlerinnen und Künstlern direkt einladen aus.

00:16:05: Das hat so einen Happening Festival Charakter der ... ganz spannend ist und ganz nah an der Szene ist.

00:16:11: Also das ist zum Beispiel ein Beispiel davon, ich meine in Basel... ... weiß nicht ob ihr heuer beim Baselsuschnitt glaubt war's,... ... aber das geht ja auch so bisschen in diese Richtung.

00:16:19: Ja?

00:16:19: Ich glaube die haben heuer sogar mehr Besucher gehabt als die Hauptmächse.

00:16:23: Und ja!

00:16:24: Das sagt ja auch was aus.

00:16:25: Ja also natürlich ist jetzt nicht dort dass der Rubel so rollt, dass da... ...ich glaube da wurde er auch gut verkauft und so und... ...und das ist aber nicht im Vordergrund sondern im Vodergrund ist ihm da auch das... sich treffen, sich austauschen und wissen, dass man da interessante Menschen kennenlernt.

00:16:39: Überrascht wird!

00:16:41: Das nicht alles korrektiert, das ist nicht alles in PDFs verschickt worden.

00:16:45: Und es den Sammeln ja auch wichtig.

00:16:48: Da kommen dann auch die Künstler und die Kreativen und das vermischt ich dann auf eine sehr spannende Art und Weise.

00:16:54: Also es geht auch darum, sich von dieser Hierarchie zu lösen und mehr ins Experiment zu gehen?

00:17:01: Absolut.

00:17:02: Ich glaube auch wenn man sich überlegt... Die Galerien und die Kunstmessen früher, da wäre ich jetzt romantisch.

00:17:07: Aber vor, was nicht, dreißigvierzigfünfzig Jahren war das ja genauso.

00:17:11: Ich habe mich mit dem Matthews-Lautover jetzt mal vor ein paar Monaten getroffen der die Freeze gegründet hat mit seiner Frau.

00:17:17: Und natürlich, es war damals so einen Moment wo die YBA's mit den dazugeheuerenden Galerieren etwas begonnen haben gemeinsam auf die Straße zu bringen, was einfach ganz spannend war.

00:17:28: Das hat sich dann natürlich irgendwann einmal etabliert etwas glatter geworden und professioneller geworden, aber am Anfang war da eine Art Happening.

00:17:38: Und ich glaube so ... in die Richtung wollen die Menschen auch wieder zurück bzw.

00:17:42: werden diese Dinge koexistieren?

00:17:45: Ich glaube einfach dass sich alles etwas vielleicht einmal wohin professionalisiert hat wo es einfach zu klart und nicht uninteressant, aber halt auch nicht mehr Zeit gemäß wurde.

00:17:56: Zu etabliert!

00:17:57: Ja und das muss man durchbrechen

00:17:58: Und

00:17:59: das heißt nicht, dass es andere nie mehr geben wird.

00:18:01: Aber ich glaube man muss mit diesen Dingen einfach spielen und da kann man die Menschen auch einfangen und dann kann man vielleicht das Kunstinteresse schüren und die die Menschen an der Hand nehmen und sie wieder ihnen Dinge zeigen, die aufregend sind, die neu sind und sich da vielleicht auch wieder entsammeln bringen.

00:18:14: Was auf jeden Fall ein Thema ist wenn man sich mit den Galerien unterhält, die scheinen während mehr eine älter werdende Generation zu bedienen ja und überlegen sich natürlich alle.

00:18:22: natürlich kommt was nun nach aber kommen die in dieser Substanz nach, wie es die Sammler quasi früher waren.

00:18:29: Und ich glaube jetzt Potenzial ist da aber du musst man halt auch proaktiv drauf zugehen.

00:18:33: Die Leute werden nicht nur rein stolpern in die Galerien und die Messen sondern man muss das glaube ich etwas aktiver bearbeiten.

00:18:38: Zählt dazu neben deinem Engagement für den Parallel Vienna auch deinen Engagement für Filias?

00:18:45: Absolut also Filias

00:18:46: Was ist das Erklär des unseren Zuhauses?

00:18:48: Ja Filias ist eine Organisation in Österreich, die gegründet wurde von Jasper Sharpe.

00:18:55: Der ein ganz spannender Kurator ist, der in Österreich lebter mit einer österreichischen Freiheit ist und der war früher Kurater für zeitgenössisches im Kunsthistorischen Museum.

00:19:02: und er hat diese Organisation ins Leben gerufen vor jetzt elf Jahren glaube ich um eigentlich damals die österreichische Kunstzene zu unterstützen, vor allem Ausland bei Bienalen bei Triennalen, auch bei Publikationen auf eine Art und Weise wie es keine anderen Unterstützungen im Binnenland gab.

00:19:22: Auch mit dem Gedanken dass wenn du diese spannenden Künstlerpositionen quasi im Ausland etablierst dann werden natürlich Kuratoran darauf aufmerksam, Institutionen wären drauf aufmerksam Wenn du mit einer Pianale oder einer Triennale irgendwo sprichst ja die sind wirklich happy wenn eine Künstlersposition mit Fanding kommt.

00:19:38: das ist dann unkomplizierter auf eine art und weise Das war so erfolgreich, dass dann sogar das Kulturministerium auch mit eingesprungen ist und zu sagen wir machen ein Match-Funding.

00:19:50: Und vieles übernimmt gewisse Aufgaben im Kulturbereich in Österreich.

00:19:58: Da bin ich ein Gründungspartner obwohl ich anfangs.

00:20:00: viele der Dinge die da stattfinden finden unter dem Jahr in Österreich statt.

00:20:04: Ich war ja aus uns Österreicher also ich konnte bei vielen Dingen gar nicht daran teilnehmen, aber mir war wichtig diesen Ansatz zu unterstützen.

00:20:10: Weil ich fand ihn sehr progressiv und ganz spannend.

00:20:13: Und natürlich ist es auch eine Möglichkeit einem Kunstgeschehen, also seinen Ohr ganz nah am Grund zu haben sozusagen was passiert eigentlich?

00:20:21: Welche Dinge entwickeln sich hier?

00:20:23: und das dann irgendwie mitzugestalten ist ganz spannend.

00:20:25: Es gibt in diesem Herbst ein neues Messeformat in Wien die Astoria Art Show.

00:20:32: Ja

00:20:32: Was ist das?

00:20:33: wie viele Messen braucht Wien?

00:20:36: Der Ausstellungsort wird sein einer alten Parkgarage, wenn ich das richtig in der Presse entnommen habe.

00:20:43: Wie viele Messen

00:20:45: sind nötig?

00:20:47: Da können wir länger darüber reden weil ich bin natürlich sehr nah an dem Thema dran und ich kenne ja auch die ganzen Galerien die sich da zusammen getan haben.

00:20:53: Die stellen ja auch alle bei der Parallel aus.

00:20:56: aber ich würde mal ganz kurz sagen zum Standort Wien in der Kunst ist ein ganz spannender Standort.

00:21:02: also der hat wenn man sich der Kunstkultur historisch damit auseinandersetzt, dann ist da ganz viel Substanz.

00:21:08: Du hast Weltklasse-Institutionen, du hast auch bildende Institutionen... ...du hast ganz viele spannende Künstlerpositionen,... ...dann hast eine Lebensqualität die teilweise seinesgleichen sucht und bist in Alphabronungen bei ein paar Euro pro Quadratmeter dabei in den Innenstaat.

00:21:26: Das sind natürlich für Künstlern und Kreative ein ganz toller Ort.

00:21:29: Auch zu leben und überleben!

00:21:31: Und daher ist es ein ganz... spannende Ausstellungsort.

00:21:34: Es gibt auch Galerien, in der Galerienstzene hast du von etablierten bis hin zu jüngeren Galarien Positionen die auch weltweit gefragt sind.

00:21:42: Die haben international Programme also jetzt nicht nur österreichische, sondern international Programmen.

00:21:46: und wenn man sich da mit den Messen auseinandersetzt, die stattfinden, die wollen eigentlich alle dabei haben.

00:21:51: Also es ist ein sehr relevantes Galerinprogramm und vermischt mit allen anderen Komponenten einen toller Ort.

00:21:59: Also das war jetzt eine, das zweite ist.

00:22:01: Es gab mehrere Messen früher die es jetzt nicht mehr gibt.

00:22:03: Die haben sich irgendwie alle neutralisiert weil was auch zu den Österreichern gehört ist dass sie dabei gerne ihre kleineren Kuchen backen anstatt einen großen Kuchen zu backen.

00:22:14: und das versuche ich gerade auch da... Ich bring mich da so ein um das den Leuten auch klarzumachen dass es viel scheitere ist wenn man zusammenarbeitet Und der Kunstwoche gemeinsam bewirbt und somit quasi mehr Sammler, Interessierte auch aus dem Ausland in die Stadt bringen.

00:22:29: In einem Zeitpunkt wo mehrere Dinge stattfinden.

00:22:31: Das eine das zweite ist... Der Grund warum die Messen zum Teil nicht mehr existieren ist Die Formate haben sich schon etwas verwässert.

00:22:37: Du hast Teilnehmer gehabt die dort mitgemacht haben andere die dort gemacht haben und Teilnehmer die teilweise an mehreren Formaten mitgemachten haben aber es war einfach nirgendwo genug dass ich alle Kräfte gebündelt habe um quasi eine zum wirklichen Erfolg zu führen Das gepaart mit Eigentümerwechseln, so unstehten Management.

00:22:56: Ich würde sagen aber kaufmännische Entscheidungen die nicht ganz gut waren.

00:23:00: also wenn du einfach jahrelang nicht profitabel wirtschaftest dann gibt es dich halt irgendwann mal nie mehr als Format und das ist halt einfach.

00:23:05: all diese Dinge sind gleichzeitig passiert.

00:23:07: Und Die Galerien-Szene mit der wie natürlich sehr ein auch bei der parallel gemeinsam zusammenarbeiten Die haben sich zusammen getan was sie gesagt haben durch was in diesen Köln damals entstanden.

00:23:17: da haben sich ein paar Galerienen oder Dealer zusammengeschlossen und haben etwas gemeinsam auf die Beine gestellt oder auch was nicht die ARCO in Spanien.

00:23:25: Und es gibt ja viele Messeformate, die halt entweder über die Galerie, die teilen niemand sich oder halt über die Stadt- oder über private Anbieter entstehen und bewirtschaftet werden.

00:23:35: Jetzt haben sie heuer eine Art Kuppenausstellung, die auch mit subventioniert wird von der Staat – ich glaube nächstes Jahr haben Sie vor, eine eher größere kommentionellere Messe aufzustellen.

00:23:45: Das heißt das wird so ein Teaserheuer!

00:23:47: Und die Idee der Galerien und auch unsere Idee, dann gibt es ja noch dieses Format Curated By in Wien.

00:23:53: Das findet auch im Herbst statt, das ist ein ganz tolles Format wofür wahrscheinlich Österreich oder Wien noch international bekanntesten ist.

00:24:00: Es passiert mir immer wieder, dass ich irgendwo in der Welt unterwegs bin und mir sagt einen Kurator oder einen Galerist oder einen Museumsdirektor, ah ihr macht dir das Curated by!

00:24:08: Und das ist den Format wo die Galerie eine Kuratorin irgendwo her einladen mit Card Blanche und sagen ihr könnt jetzt ne Ausstellung machen Das hat den Vorteil, dass du internationales Talent in die Stadt bringst.

00:24:21: Die dann wiederum sehr oft eine Ausstellung und Positionen reinbringen – die Galerie oder die Staat vielleicht noch nicht kennt und bleibt irgendwas hängen.

00:24:30: Das bleibt dann in der Galerie hängen oder das bleibt bei den Sammlern hängen bzw.

00:24:34: die Kuratorinnen, die da reinkommen sehen auch diese anderen Dinge, die in der Stadt passieren und die nehmen das dann halt auch wieder mit raus.

00:24:41: Und das ist ein ganz spannendes Format.

00:24:43: Ich glaube, man sieht es ja generell jetzt auch in anderen Teilen.

00:24:46: Es gibt es in London diese Formate wo einfach auch Galerien beginnen zusammenzuarbeiten und versuchen über unterschiedliche Ansätze der Mehr-Originalität in ihr Programm zu bringen.

00:24:58: Diese Ansätze gibt sie in der ganzen Welt.

00:25:00: In Wien passiert es eben über curated by und wird so parallel in einer gewissen Art und Weise.

00:25:06: Jetzt wird es komplementiert durch eine Kunstmesse, die einen originaleren Charakter haben wird.

00:25:15: Und ich glaube, die Galerien werden sich da bemühen, dass es halt bei der bleibt und nicht wieder mehrere Formate gibt, weil das verwässert sich dann alles wieder.

00:25:22: Ich würde gerne zu deinen Anfängen des Sammels kommen – zu Banksy, London und auch zur Frage was dir die Kunst gibt?

00:25:33: Du sagst, Kunst sei für dich existenziell!

00:25:38: Was

00:25:38: gleicht die Kunst in deinem Leben aus, was deinen Beruf als Private Equity-Mensch nicht ausgleichen konnte?

00:25:48: Ja ich meine da ist viel verpackt.

00:25:50: Aber im Endeffekt ist es eine autente Passion, die ich für dieses Thema habe.

00:25:54: und das hat sich ergeben weil ich in London zu einer ganz spannenden Zeit einer kreativen Blase ausgesetzt war.

00:26:00: Nicht nur so jetzt mal Stabilien im Kunst sondern... Das Musik, das Film aus Literatur bilden in der Kunst und es verschwimmt ja auch alles so ein bisschen.

00:26:08: Das vermengt sich auch wirklich wie ich jetzt die Überzeiten merke all diese Strömungen.

00:26:13: Und in der Zeit gab es in London halt auch ganz spannende Dinge, die – da werden die Leute mal zurückschauen und sagen, neunziger, zweitausendern ist da was passiert?

00:26:23: Was in New York mit Keith Haring und so weiter in den U-Bahnen passiert ist.

00:26:27: Das ist ja damals mit Banksy passiert.

00:26:28: In Islanden, wo viele meiner Freunde zu Hause waren.

00:26:31: ich war immer im Zentral oder Westen aber in meiner Freizeit empfiehlt in Islanden.

00:26:37: Wie Banksy da gewerkt hat, waren nicht einmal in der Stadt bekannt sondern wirklich nur in diesem Stadtteil.

00:26:43: Und das war jetzt ein bisschen underground und da sind spannende Ausstellungen organisiert worden.

00:26:47: Irgendwann gab es so eine kleine Ausstellung bei mir um die Ecke in Covingraden, die wir quasi unverkauften.

00:26:51: Ich bin reingestäubt und mir dachte Gott ich sehe diese Dinge immer und das kann ich damit leben!

00:26:55: Das ist doch

00:26:55: super!".

00:26:56: Und es hat jetzt im Vergleich zu jetz damals nicht viel gekostet, aber ich habe auch damals schon mit meinem ersten Job meinen Monatsgehalt dafür ausgegeben um diese Dinge zu erwerben.

00:27:07: Zu einem großen Discount und wie gesagt das waren wirklich ein paar hundert Pfund damals.

00:27:10: Aber mir war das wichtig!

00:27:12: Und meine Freunde die damals ja auch in der Kunst gearbeitet haben und sagten was ist denn das?

00:27:16: Und sie sagten don't judge me Das sind einfach Dinge mit denen ich mich gerne umgebe.

00:27:19: Ich lebe gern damit und erzählte Es war für mich nicht einmal... Ich fange jetzt, ich beginne jetzt eine Kunsttammlung Also überhaupt nicht.

00:27:26: Und dann bin ich halt vom hundertsten ins tausendste gekommen und habe quasi begonnen, diese ganze Szene zu haben mich da reinzusteigern.

00:27:33: Und so erwerben ja Space Invader der hier in Paris ganz bekannt ist.

00:27:36: Invader sieht man wirklich an jeder Straßenecke.

00:27:38: Ich glaube es gibt über viertausend Werke mittlerweile inklusive Ampompidou.

00:27:43: Da hab' ich auch ein Dutzend Werken.

00:27:45: Also diese ganzen Szene und irgendwann mal gemerkt, eigentlich interessiert mich ja alles in der Kunstwelt!

00:27:51: alt und neu, und genreübergreifend.

00:27:54: Und Fotografie und Collagen und Zeichnungen und Malerei.

00:27:57: Das Schöne in London ist auch dass du in Museen gehen kannst ohne ein Eintritt zu zahlen.

00:28:03: Es ist zumindest eine permanent Exhibition.

00:28:05: Ich habe einen Kommentaren gelebt Am Weg ins Büro, teilweise am Wochenende einmal in die National Gallery eine halbe Stunde das Zimmer anschauen.

00:28:12: Und es sind mehrere Dinge, die sich da vermengt haben, die einfach auch mein Interesse geschürt haben.

00:28:18: und dann war es halt auch so dass London damals der Ort war wo die ganzen internationalen Galerien rein gewechselt sind und eine ganz spannende Szene sich aufgebaut hat.

00:28:26: Da war ich mitten drinnen und habe da auch begonnen ein Netzwerk aufzubauen Und war irgendwie bei den Young Friends der Serb in deinen Galerie dabei, ein, zwei Jahre.

00:28:36: Aber gab sich dann eins nach dem anderen?

00:28:40: Wenn du heute auf deine Arbeiten von Banksy schaust, sind das für dich inzwischen eher historische Werke oder hast du noch immer dieses Gefühl mit diesen Arbeiten leben zu müssen?

00:28:52: Ja schon!

00:28:53: Also ich glaube es kann sich schon ergeben over time dass man Eine andere Arbeit ist einem wichtiger als diese Arbeiten.

00:29:00: Man trennt sich, ich habe mich bis jetzt noch nicht getrennt von irgendeiner meiner Arbeiten aber das kommt sicher auch.

00:29:06: Aber ich glaube dass der immer nur relevanter wird.

00:29:08: also er wird auf jeden Fall in die Ikone bleiben und sein.

00:29:12: Und als ich liebe diese Arbeiter haben wir sogar vor ein paar Jahren wieder einmal eine gekauft weil da gab es eine Ausstellung in London Von der niemand wusste und mir wurde Bescheid gegeben, ich bin sofort in den Eurostag gestiegen.

00:29:25: Und bin dahin und haben mir das angeschaut... Also

00:29:27: du bist immer noch infiziert?

00:29:29: Ich bin immer noch ein bisschen infiziert aber vielleicht nicht mehr ganz so wie früher.

00:29:33: Aber das ist, ne, nee, das ist ganz spannend!

00:29:36: Im Endeffekt kann ich dir zu allen meiner Arbeit eine Geschichte erzählen.

00:29:39: Ja und es ist im Prinzip wie eine, es ist wie Memory Lane.

00:29:42: Es ist auch so bisschen wie mit Musik ja.

00:29:43: Du hörst einen Musikstück, du erinnerst dich an deine Kindheit oder an deine Jugend oder deine Studentenzeit Und so geht es mir hart bei meinen Kunstwerken.

00:29:52: Ja, ist großartig!

00:29:53: Bist du Banksy jemals begegnet?

00:29:59: Das kann ich nicht beantworten.

00:30:01: Sprechen wir über den Kontrast, den ich total faszinierend finde zwischen deinem Job... Du warst in einer sehr hohen Position bei Blackstone und der Kunstwelt.

00:30:14: Diese Welt des Private Equity, extrem analytisch, risikoabwägend, nimmst du diese Denkweise mit?

00:30:24: Wenn du ans Kunst sammeln gehst?

00:30:26: bist du ähnlich analytisch oder...

00:30:27: Ja wahrscheinlich unbewusst um ganz ehrlich zu sein weil ich ein gewisser Typ bin und damit an alle meine Dinge im Leben so rangehe.

00:30:34: Aber noch mal, weil du es vorher angesprochen hast.

00:30:36: Ich glaube das war für mich immer so eine Balance im Endeffekt.

00:30:38: Ja also ich wusste... ...ich war twenty for seven in meiner Arbeit an irgendwelchen Business Cases und Finance Cases dran Und in dem Moment wo ich aus dem Büro bin, habe ich mich eigentlich immer in diese kreative Welt geworfen.

00:30:51: Das heißt entweder da bin ich ins Galerie laufen oder ins Museum laufen Oder ich hab meine Freunde besucht die in diesen Bereichen unterwegs sind Die oft überhaupt nichts mit meinen mit meiner Arbeit anfangen konnten und das war halt super weil ich hab den ganzen Tag nur über meine Arbeit gesprochen, zwingende Masen.

00:31:08: Und der Freizeit konnte ich in anderen Dingen nachgehen, andere Interessen und es war immer für mich so left brain right brain.

00:31:14: irgendwie in dem Moment wo ich mich mit diesen Themen auseinandergesetzt habe oder mich ein oder ich einen Werk gesehen hat dass mich bewegt hat, hat mich das relaxed und auf eine andere Art und Weise stimuliert weil natürlich nicht die Arbeit auch stimuliert aber halt anders und dafür war halt London wie gesagt eben auch Ein toller Ort, weil sich da alles getroffen hat.

00:31:34: Über alle Chances und Industrien hinweg in Finanz aber eben auch in der kreativen Welt.

00:31:39: Und so hat sich das immer bei mir eigentlich sehr gut befruchtet.

00:31:44: Immer zu neuen Eindrücken geführt und zu neuen Connections und zu neun Dingen.

00:31:50: Das war wie ein Schneeball, der immer größer wurde.

00:31:55: Wie ich dann von London nach New York gezogen bin, hat sich irgendwie auch mit der New Yorker Szene so etwas vermengt.

00:32:00: Und man muss schon sagen, Amerika und New York ist einfach auch im Kunstmarkt.

00:32:04: Einfach Nummer Uno.

00:32:05: Also da gehst du am Wochenende in die Galerien, in Chelsea oder in Downtown oder in Wabe-Eastzeit... ...und die Leute kaufen an die Cooning ja?

00:32:13: Oder die kaufen also einfach mega mega mega Dinge zu Megapreisen auf eine Art und Weise wie es in Europa nicht passiert wahrscheinlich noch nie passieren wird.

00:32:23: Das ist dem nochmal ausgeliefert zu sein, zu verstehen wie dort die Institutionen funktionieren nämlich anders als in Europa, zu verstehen wie da die Künstler getrieben und gewildert sind.

00:32:34: Nämlich fast wie Business People auf der Art.

00:32:38: Das hat bei mir auch einen Eindruck hinterlassen.

00:32:39: also auch noch mal um den Teil das hat sich so den Teil zu verstehen und vielleicht ein Teil zu komplementieren, den ich so noch nicht kannte.

00:32:48: Und wie gesagt jetzt zurückkommen wir nach Paris weil eben auch hier international viel passiert.

00:32:53: irgendwie verschmilzt es dann alles bei mir?

00:32:55: Also das Netzwerk, die Eindrücke Und die Dinge, die da vielleicht passieren werden, spannend.

00:33:04: Wo

00:33:04: ist dir denn mehr Mut begegnet in der Finanzwelt oder bei den Künstlern?

00:33:10: Wer braucht mehr Mut?

00:33:12: Du brauchst Mut in allem!

00:33:13: Also wenn du wirklich zu großartigen Resultaten kommen willst – jetzt sage ich mal in der Kunstwelt oder war anders – brauchst du Mut, brauchst Du Energie, vielleicht eine Prise Wahnsinn und sonst schaffst Du ja nichts Neues.

00:33:25: Irgendjemand sagte neulich, Kunst sammeln ist Wahnsinn.

00:33:28: Also es hat schon etwas davon?

00:33:30: Ja, da kann man natürlich hinterfragen und ich ganz ehrlich, ich hinterfrags auch an der Hand.

00:33:36: Es ist smart Ressourcen so zu binden.

00:33:40: ja, es gibt gewisse... also was ich zum Beispiel mache ist Ich traue meinem Instinkt auf eine Art und Weise wie du seid als Junge noch nicht machst weil da muss man älter werden und vielleicht weiser werden.

00:33:50: Und ich habe so eine ganze Liste, The Ones That Got Away als jetzt auch an Künstler oder Werken oder Zeitpunkten, wo ich einfach jetzt sage wenn mich was interessiert I go deep idealerweise aber auch interessiere mich dann für das ganze Werk oder für unterschiedliche Zeitpunkte einer Künstlerin oder eines Künstlers um es irgendwie ganz für mich abzubilden.

00:34:14: Da gehe ich jetzt natürlich anders als als ... war nicht mehr ein zwanzigjähriger!

00:34:18: Ja, ist klar.

00:34:19: Das ist die Erfahrung und der geistige Bilderschatz, was man dann mit sich bringt.

00:34:26: Du hast gesagt du hast noch nie ein Kunstwerk verkauft aus deiner Sammlung?

00:34:32: Ist das eine ganz bewusste Entscheidung weil Kunst kein Asset sein soll?

00:34:39: Nein!

00:34:39: Die bewussten Entscheidungen sind einfach dass ich mich mit diesen Dingen umgeben... also mit denen leben möchte, sie mir viel bedeuten, sie in einer Art der Memory Lane darstellen.

00:34:47: Aber es kann auch noch mal sein, dass man sich von etwas trennen will aus gutem Grund wieder.

00:34:52: Ich glaube das ist ganz natürlich... ich glaube nicht, dass mich das zu sehr verfestigen sollte.

00:34:57: Ich glaub die Galerien haben das wahnsinnig gerne wenn man Dinge kauft und nicht pflippt.

00:35:00: Ja logischerweise, ich glaube die Künstler haben das auch ganz gern sozusagen weil dann gibt's einfach eine gewisse Ordnung für alle Beteiligten.

00:35:09: aber am Ende kommt sie ja auch runter auf persönliche Entscheidungen.

00:35:13: Und da kann man niemanden fest nageln.

00:35:16: Aber so hat sich das bei mir gegeben.

00:35:19: Hattest du im Laufe deiner Sammeltätigkeit Erfahrung mit Auktionshäusern, bist du bei Auktionen als Käufer mal aufgetreten?

00:35:27: Ja also ich würde sagen, ich bin so ein bisschen wie in meiner Arbeit wo ich mich mit Firmen interessiert habe oder Businessmodellen.

00:35:35: Ich schaue mir das ganze Ecosystem an ja.

00:35:37: Also ich bin direkt bei den Künstlern im Mieteratelier.

00:35:39: Ich bin bei den Galarien und Kunstmessen.

00:35:45: Beziehungsweise ich sitze nicht immer im Aktionsraum, aber immer schon auch in meiner Arbeit.

00:35:49: Wenn der neue Katalog rauskommt online, schaue ich mir den an!

00:35:52: Ja?

00:35:53: Like why not?

00:35:53: Das ist einfach so... Wie gesagt, auch gerade vielleicht zur Pattern-Regunition dazu, dass man sich die Dinge... Man sich die dann allen aussetzt und das auch geschärft.

00:36:03: Und da schaue ich mir das ganze Ecosystem an.

00:36:06: Ich frage mich, ob es nicht auch so ist, dass wenn ein Künstler für den du dich interessierst, wenn der auf dem Secondary-Market ankommt, sprich in einer Auktion, ist dann für dich möglicherweise der Zeitpunkt des Interesses schon überschritten?

00:36:22: Das will ich gar nicht sagen!

00:36:26: Man kann nicht immer nur früh dran sein, im Sekundärmarkt ist es auch schön.

00:36:30: Dann gibt sich eigentlich ein Markt erst so wirklich ja für eine Position und das ist ganz, ganz zentral und wichtig.

00:36:36: Ich glaube, Aktionshäuser spielen dann eine ganze zentrale Rolle diesbezüglich um da irgendwie eine Art der Transparenz zu schaffen.

00:36:41: Und ich glaube ganz ehrlich dieser Weg der Transparenten in der Kunstwelt ja in der Vergangenheit nicht so verankert war, der geht jetzt aber rasant in eine Richtung.

00:36:50: Du siehst es an den Apps die Arthur Analytics, die daraus kommen und Artnet.

00:36:56: Und natürlich auch in der Aktionsergebnis.

00:36:58: Ich glaube auch, weil wir jetzt noch mal über Generationen sprechen, ich glaube dass mir auch diese nächste Generation und Sammlerinnen und Sammlern das einfach erwarten.

00:37:06: Dass sie hier irgendwas investieren ist eine gewisse Transparenz hat.

00:37:12: Wie immer wenn du einen guten Zugang hast und wenn du schneller bist dann wirst du vielleicht ein besseren Deal machen oder wenn du was siehst was jemand anderes sieht Machst du vielleicht einen besseren Deal?

00:37:21: Das ist wie immer so im Leben.

00:37:23: Aber ich glaube, dass einfach mehr und mehr die Transparenz einziehen wird.

00:37:26: Die ist extrem wichtig, denke ich gerade für die Sammler.

00:37:30: aber diese Transparens wird von den Galerien, von den Händlern natürlich gar nicht gerne gesehen.

00:37:38: Nein!

00:37:39: Das ist für uns immer ein Problem.

00:37:41: Ja klar, das kann ich dem folgen.

00:37:44: Ich verstehe die Galeriene, ich verstehe da auch alle.

00:37:47: Jeder versucht irgendwie so ein Modell zu haben, aber ich glaube... Ich weiß nicht die Galerien.

00:37:51: Das ist ein längeres Gespräch.

00:37:52: Die haben vielleicht auch zu schnell expandiert.

00:37:55: Dafür gibt es dann auch vielleicht einmal zu schnell zu viel Produkt.

00:37:59: Da haben sie sich auch selber was zuzuschreiben.

00:38:01: Aber ich sage jetzt nochmal Punktotransparenz whether you want it or not is coming more and more und das wird einfach mehr an mir erwartet.

00:38:08: Und Aktionshäuser spielen eine ganz zentrale

00:38:11: Rolle.

00:38:11: Ja bin ich absolut bei dir!

00:38:13: Lass uns über deine Sammelgebiete noch mal sprechen, über Künstler.

00:38:17: Du hast vorhin schon so ein bisschen erwähnt aber lass uns da einmal noch ein bisschen tiefer reingehen.

00:38:21: Viele Sammler sprechen über ihre Lieblingskünstler bei Michelle Mayirus.

00:38:27: Sprichst du selbst von einer Obsession?

00:38:30: Wie bist du ihm begegnet und wie wurde es die Leitschaft zur Obsession?

00:38:34: ?

00:38:34: Ja ich bin ihm leider persönlich nie begegnen.

00:38:36: Ich habe ganz viele Freunde, die ihn kannten und wirklich auch sehr gut kannten.

00:38:42: Er war ja auch so eine halbe Generation über mir, jetzt drin vom Alter her.

00:38:46: Und das hat sich halt nie ergeben.

00:38:49: Leider ist Michel Mayeros vor fast fünfundzwanzig Jahren bei einem Flugabsturz ums Leben gekommen.

00:38:56: Ich glaube das ist eines der letzten und vielleicht sogar die letzte Passagiermaschine, die in Europa abgestürzt ist – ganz tragisch am Weg von Berlin nach Luxemburg, aber Luxemburger!

00:39:07: Ich glaube, von hundert Menschen haben nur zwei überlebt.

00:39:10: Inklusive den Piloten der ich glaube immer noch vor Gericht steht.

00:39:14: auf jeden Fall ganz was Trauriges und er hat aber in den fünfunddreißig Jahren ein glaube ich starkes Werk auf die Welt gebracht, sage jetzt einmal.

00:39:24: Und das war so dass ich damals in den frühen zweitausenden wie ich mich begonnen habe für dieses Werk zu interessieren es eigentlich nicht ganz verstanden habe.

00:39:32: Das war wie vorher, wie man diese Digital- oder Technologiekunst angelehnte Kunst gesprochen haben.

00:39:39: Es war noch zu nahe und viele Jahre später bin ich da reingekippt, konnte nicht verstehen warum der Kunstmarkt dann auch nicht so richtig angesprochen ist.

00:39:46: aber das war mir auch egal weil es ist einfach für mich Kunstmarkt hin oder her, ich interesse mich für die Positionen und beschäftige mich damit und kaufe mir alle Bücher und lerne alle Galerienkennern die mit dem Künstler sich auseinandersetzen Ja, und habe begonnen einfach wirklich eigentlich fast alles aufzukaufen was ich so in die Hände bekam.

00:40:04: Und ich habe auch gemerkt da gibt es nicht wahnsinnig viel weil einfach vieles schon entweder in Institutionen ist bzw.

00:40:10: auch in Sammlungen das wirklich nicht gerne hergeben.

00:40:12: Aber man sagt mit den Sammlern unterhält von Michel Mayeros die haben auch eigentlich fast alle etwas ganz Besonderes über ihn zu sagen.

00:40:19: Und dann ist er auch so ein Artist-Artist.

00:40:21: ja also jeder Kurator, jeder Museumsdirektor der Künstler findet ihn irgendwie auch wichtig und spannender.

00:40:26: Das ist ja auch so wie ich habe in meinem Leben eigentlich immer mehr Künstler gehört.

00:40:31: Und deren Interessen und Meinungen ist jetzt ein Art Advisor, sag ich jetzt mal.

00:40:37: Es gibt auch tolle Art Advisor aber es hat sich bei mir immer so festgesetzt und das ist eben auch beim Mariaus der Fall.

00:40:46: Warum ist er mir wichtig?

00:40:47: Weil er halt hauptsächlich größter als seines Werkes in den neunzig Jahren entstanden Und das ist eben genau der Punkt, den ich vorher angesprochen habe.

00:40:54: Da war ich Teenager und hab auch Videogames gespielt.

00:40:56: Ich hab mich auch für The Prodigy und diese Musik interessiert.

00:41:01: Die neunzeigere Jahre sind insofern spannend weil sie so eine Schnittstelle sind vom Analogen ins Digitalen.

00:41:05: Das hat er auf einer Art und Weise auf die Leinwand gebannt wie niemand anderer.

00:41:11: Und ich bin einfach jahrelang rumgeraubt und dachte es doch eigentlich einer der absolut bedeutendsten Künstler der Neunzeiger Jahre.

00:41:18: Und zwar über alle Genres hinweg!

00:41:19: Weil er das schafft... diese Dekate so abzubilden, beziehungsweise das in der Malerei zu machen.

00:41:24: Was ja wiederum eine sehr Oldschool-Profession ist und sich aber da eben auch noch auf kunstenkulturhistorische Positionern zu beziehen.

00:41:32: Das heißt, da passiert ganz viel Multidimensionalzeit jetzt einmal.

00:41:36: Und obendrein – und es sieht man jetzt immer auch viele Jahre nach seinem Werken – die alten schauen frisch aus, die bleiben frisch….

00:41:43: …und wenn man seine Tagebücher liest dann wollen sie eben auch ein Anliegen wie er über, einfach nicht Warhol oder seine Heroes gesprochen hat und gesagt, das ist unglaublich!

00:41:51: Wie nach Jahrzehnten, diese Arbeiten noch so frisch sind.

00:41:53: Das ist wie ein coole Automat oder das einfach knallt auf die Art und wenn man sich seine Arbeit anschaut dann ist es auch wirklich so.

00:42:01: Also da trifft sich ganz viel aus meiner persönlichen Historie meinen eigenen Interessen, meine Geschichte aber eben auch was ich glaube der Bedeutung mit der Kunstgeschichte.

00:42:11: Ist es auch so ein bisschen deine eigene Biografie sammeln?

00:42:15: Ja, schon auch unter anderem.

00:42:17: Ich glaube sehr oft so dass man einen gewissen Hook hat wo die Passion herkommt und in dem Fall überschneiden sich da ganz viele Dinge und dann haben sich halt Dinge vermengt.

00:42:27: Thomas Bayerle hat mich mit der Helke, seiner späten Frau in London besucht und da waren wir ja aus einem Bayern-Lehmer.

00:42:35: Ich wollte mit ihm damals ein Studio neben Berlin.

00:42:38: Wir haben darüber gesprochen, ein gemeinsames Atelier zu haben – dann ist er leider verunglückt!

00:42:43: Und ich dachte mir, Gott, I don't know!

00:42:45: Ja?

00:42:46: Ich bin einen riesen Bayerler-Fan, bin ein riesen Majorusfan.

00:42:48: und dann gab es auch noch diese Verknüpfungen.

00:42:50: Das ist mir eigentlich schon mehrmals passiert Dinge autonom ergeben haben, die dann aber eine gewisse Verknüpfung haben.

00:42:56: Und natürlich vergnüpft sich ja ganz viel im Leben die ganze Zeit.

00:43:00: Aber das wurde mir heute auch immer wieder bei Künstlerinnenpositionen ganz bewusst.

00:43:06: Eine ganz wichtige Künstlerin in deiner Vita ist Florentina Holzinger, die dieses Jahr bei der Bienale mit dem österreichischen Pavillon für Furore sorgt.

00:43:17: Wie bist du ihr begegnet?

00:43:19: Was hat dich bei ihr getriggert?

00:43:22: Also ich habe ganz viele Freundinnen und Freunde aus Wien, die mir von ihr erzählt haben schon vor ganz vielen Jahren.

00:43:29: Und ich hab's aber nie geschafft weil sie damals aber auch viel in Wien aufgetreten ist und wie gesagt, ich war halt nie an den Orten wo sie aufgetretet sind.

00:43:38: Irgendwann hat sich dann eine Begegnung ergeben.

00:43:40: Vieles hat über uns vor vielen Jahren ein Projekt von ihren Norwegen eine Etude mit finanziert, mit supported Übrigens damals mit der gleichen Kuratorie, die auch sie in Wiedelik kuratiert.

00:43:53: Die Nora von Gropiusbau und das war so irgendwie eine nähere Auseinandersetzung.

00:43:59: Damals mit ihrem Werk und dann habe ich sie in Berlin einmal getroffen und wir sind relativ schnell ansprungen und haben uns über viele Dinge unterhalten und haben ein gemeinsames Netzwerk.

00:44:12: und wie sie nach Paris gekommen ist letztes Jahr um hier viermal aufzutreten In Lavilette habe ich auch eine kleine Veranstaltung mit ihr gemeinsam bei mir zu Hause gemacht, um sie damals auch schon zu unterstützen so am Weg zum Pavillon.

00:44:28: Dann haben wir mit der Parallel Vienna einen kleinen Pop-up gemacht während der Art Baselwoche im Oktober.

00:44:32: da habe ich ein Abendessen gemeinsam mit ihr organisiert, um auch vielen Leuten aus der Bildin Kunst ihre eigentlich ihre Kunst vor Augen zu bringen weil zugegebenermaßen Sie halt immer schon sehr bekannt war im Theater und im performativen Bereich.

00:44:51: Nicht performativer Kunst, also ja auch Kunst, aber im Theater- und Opernbereich, aber überhaupt nicht so jetzt im klassischen Kunstbetrieb.

00:44:57: Mir war da ganz wichtig dass da Sammler, Kuratoren, Museumsdirektorinnen und andere kunstinteressierte eingeladen sind um irgendwie sich kennen zu lernen weil ich auch wusste she's gonna make a splash now no pun intended das ist dann so groß wird.

00:45:12: es wusste glaube ich niemand Aber das amplifiziert es dann natürlich auch so ein bisschen.

00:45:17: Und das war mir ganz wichtig, dass ich da eine Rolle spielen kann oder sie da einfach supporten kann, weil ich war einfach so überzeugt von ihr.

00:45:22: Das ist der Real Deal!

00:45:24: Du bist ein Glücksfall für Sie?

00:45:26: Ja, das weiß ich gar nicht so... Also sie ist jetzt wirklich alleine bestens aufgestellt.

00:45:32: Aber

00:45:32: du bist ja ein Netzwerker und du bringst die verschiedenen Fäden zusammen.

00:45:37: Du gehst vor allem den Schritt weiter Du steigst ein und das ist der Schritt weiter als Sammeln.

00:45:45: Du möchtest dich dann engagieren und ganz nah dran sein, und das meine ich mit Glücksfall für einen Künstler oder eine Künstlerin.

00:45:55: Ja es ist für mich also da ein Enabler zu sein und ein Katholisator zu sein – das war auch bei mir früher, es hat sich auch rumgesprochen in England schon, dass österreichische Künstlere hin oder andere Position an Freunde von Freunden, sich einfach bei mir angeglaubt haben und sich bei mir gebetet haben gesagt, ich komme aus London.

00:46:11: Can we do something?

00:46:12: Sehr oft wandelt dann bei mir im zweiten Schlafzimmer und das war dann so wie wenn ich aus der Arbeit zurückkam und die halt den ganzen Tag in London gewerkt haben oder teilweise unterrichtet haben an den Kunstunis für irgendwie so eine so ein Visiting Professorship

00:46:28: usw.,

00:46:29: da hat sich dann aber tolle Gespräche ergeben.

00:46:31: ja Da Dinge halt auch so jetzt mal zu enablen oder ich hab was Ähnliches gemacht in Amerika, da war in New York.

00:46:42: Die Jamien Giuliano Villani ist eine ganz spannende Künstlerin aus New York.

00:46:47: die hat ne Galerie oder hat eine Galerie die heißt O'Fly Huttis Avogad Galerie und wir haben zum Beispiel Shelatin ausgestellt das is ne österreichische Kunstgruppe und die ich sehr gut kenne, dann sind sie in die Stadt gekommen.

00:46:59: Und da habe ich das Projekt auch etwas mitsupportet sozusagen.

00:47:03: Das sind nicht so Dinge.

00:47:04: wenn ich mich da einbringen kann – I love it!

00:47:08: Das bedeutet mir viel.

00:47:09: aber wie gesagt jetzt mein Name steht ja nicht einmal drüber oder dabei.

00:47:14: Aber Teil davon zu sein ist für mich bereichernd.

00:47:18: Und du gehst jetzt nicht um den Wert des Kunstwerks sondern es ist einfach für mich das Bereichert mein Leben.

00:47:23: Großartig Mir ist aufgefallen, dass du die Sammelgebiete immer wieder stark veränderst.

00:47:31: Du hast angefangen mit Street Art in London.

00:47:35: Du bist zur Pictures Generation Cindy Sherman Robert Longo fallen mir ein Richard Prince Dann bist du bei der österreichischen Gegenwartskunst angekommen Walli Export Franz West Maria Lasnik Birgit Jürgensen Und dann gibt es aber auch die zeitgenössische, chinesische und japanische Fotografie mit Sugimoto und Araki.

00:48:02: Wechselst du ganz bewusst immer wieder die Sammelgebiete um ein Neu-Anfänger zu sein?

00:48:09: Ein Neuling zu sein naiv und unwissend zu sein?

00:48:13: ist das für dich ein Anreiz einen

00:48:15: Impuls?

00:48:15: Ja ich meine also es beginnt eigentlich immer mit einem Impuls.

00:48:19: ja ich sehe was mich interessiert und dem gehe ich danach Und sehr oft ist es so, dass es dann eine Zeit braucht.

00:48:25: Ich kann mich noch erinnern, Thomas Beile hat eine ganz enge Freundin von mir, die ihn gezeigt hat in Wien.

00:48:31: Da wollte ich, da habe ich mich für etwas anderes interessiert und sie hat quasi gesagt, sag mal schau dir doch den Thomas Beiley an!

00:48:38: Der ist wirklich bombe und vergleicht zu der Position obwohl sie den.

00:48:41: wir hätte auch sozusagen verkaufen können.

00:48:44: aber das fand nicht am Anfang gar nicht so spannend sondern im Endeffekt muss es einen Impuls geben, mich interessiert etwas Und dann gehe ich den nach.

00:48:52: Ob das jetzt ein neues Medium ist oder eine neue Geografie, das ist ja auch egal.

00:48:56: und ob es jetzt ein Name ist?

00:48:58: Ich sage immer Dad Alive Famous Not Famous.

00:49:01: bei mir findet sich da alles aber es hat alles einen persönlichen Bezug.

00:49:05: Das ist jeder Sammler.

00:49:07: Es ist kein Geheimnis.

00:49:09: Hier hörst du und siehst du bei den meisten Interviews dass Sammlers eigentlich immer sagen geh doch deinen Interessen nach weil darum geht's ja.

00:49:17: Du lebst dein Leben für wen machst du denn das ganze Und soll das doch für sich machen.

00:49:22: Ja und deswegen ist es ja auch so, ihr seht es ja in den Aktionshäusern.

00:49:25: also ich glaube jetzt ist eine sehr persönliche Sammlung und ich glaube meine Kinder werden damit aufwachsen.

00:49:31: aber ob ihnen das genauso viel bedeutet wie mir sei da hingestellt und deswegen man sagt immer death divorce dead oder die Dinge kommen dann wieder in den Markt zurück.

00:49:43: Das ist natürlich viel auch über die Generational shifts, ja ganz spannende Sammlungen die da auf den Markt kommen und kommen werden in den kommenden Jahren.

00:49:54: Also ich glaube das vererbt man auch schlecht oder auch schwierig.

00:49:56: Ich denke

00:49:57: auch jede Generation sollte seine eigene Kunst sammeln.

00:50:00: Voll!

00:50:00: Du sagst die Geschichten, die hinter jedem einzelnen Kunstwerk stecken sind für dich das Elixir Und dieses Elixir werden deine Kinder nicht erspüren können?

00:50:11: Nee,

00:50:11: und genau.

00:50:12: Und daher war eben auch diese Unsicherheit zu sagen, wenn man mal eine gewisse Sammlung ... Wenn sich da mal was angesammelt hat, was macht man damit?

00:50:19: Was passiert denn dann mit?

00:50:21: Und da überlege ich schon, also ich habe jetzt zum Beispiel wir sind dabei im Land in Österreich ein neues Haus zu bauen und das baue ich ja auch mit dem Hinblick, dass man vielleicht auch mal etwas als Ein-Zwei Ausstrahlung

00:50:30: machen kann.

00:50:32: Irgendwann einmal.

00:50:32: Ja, ist jetzt nett!

00:50:34: Ich sehe das jetzt nicht überhaupt nicht als Privatmuseum oder so.

00:50:37: Das sind immer verstaubte Gebäude, aber wenn es irgendwie dynamisch und lebendig bleiben kann ... Und man kann diese Sachen aktivieren für einen selber, weil ich auch ein sozialer Mensch bin ja.

00:50:47: Ich mag's gern teilen sozusagen.

00:50:51: Dann ergibt sich da vielleicht was, was ich dann in der Art und Weise noch mehr verwerten.

00:50:56: Spannendes Projekt!

00:50:57: Dann lehnen die Bilder nicht mehr an der Wand?

00:51:01: Obwohl, ich finde es auch immer schamant.

00:51:04: Das gehört so dazu, wenn man Dinge damit wechseln kann.

00:51:07: Man stellt sich dann viel schneller um, wenn sie nicht den Queren der Wand genagelt sind und sich einen Staubrand herum ergeben hat.

00:51:16: Ich finde das ganz gut, wenn wir die Sache schnell auswechseln können.

00:51:18: Du hast in einem Interview gesagt, dass Künstler für dich ganz wichtige Ratgeber sind?

00:51:23: Welchen Rat geben Sie dir?

00:51:25: Naja, ich glaube jetzt Ratgebern... Also ich nehme sie so wahr!

00:51:28: Ja, das ist jetzt nicht so.

00:51:31: Aber es sind so Soundingboards für meine eigenen Ideen oder Interessen und das sind ja auch ganz spannende Menschen.

00:51:38: Die haben eine unglaubliche Lebenserfahrung und haben einen ganz anderen Blickwinkel auf das Leben als vielleicht jemand der in einem bürgerlichen Job ist.

00:51:48: Und für mich ist die Mischung.

00:51:50: Also ich möchte jetzt nicht nur Künstlerinnen und Künstlers Ratgeber haben sondern auch viele andere Ratgebers aber eben auch diese.

00:51:57: Menschen, weil sie einen ganz anderen Blickwinkel haben.

00:51:59: Stellen wir uns vor, deine Sammlung – du hast es ja gerade schon angesprochen – wird eines Tages öffentlich zugänglich sein?

00:52:06: Welche Geschichte soll ein Besucher aus dem Rundgang

00:52:11: über

00:52:11: Robert Ramsauer mitnehmen?

00:52:13: Naja ich glaube also wenn ich das so machen würde dann eher eben um das zu teilen und Das war ja angesprochen.

00:52:25: Es gibt so viele unterschiedliche Positionen hin und wieder, denke ich mal, gibt sich hier überhaupt ein Ganzes?

00:52:29: Aber das Ganze, dass es sich ergibt ist, dass mich irgendwie widerspiegelt.

00:52:35: Ich spiegelte meine Personen, meine Interessen.

00:52:40: Was nehmt Psychologiearbeit einfach?

00:52:42: Ich spiele einen wider... Und vielleicht ergibt sich da ein ganzes, wenn man sich diese Arbeiten anschaut aber... Ich bin mir gar nicht sicher ob mir das vordergründig wichtig ist sondern ich möchte einfach den Leuten beibringern, dass gewisse Positionen spannend sind die sie vielleicht nicht kennen oder einen neuen Zugang bieten.

00:53:00: Das steht bei mir im Vordergrund.

00:53:01: Zum Schluss in einem Satz was ist dein Rat an junge Sammler?

00:53:07: Geht dann in Interessen nach sei vieles man.

00:53:11: es muss nicht immer Sinn machen.

00:53:13: das ist glaube ich ganz wichtig.

00:53:15: also ich bin auch jemand der.

00:53:17: Ich möchte jetzt nicht über die Ortsfälle etwas bezahlen, das heißt ich informiere mich.

00:53:21: Wenn mich was interessiert, der Impuls ist meistens sehr schnell und stark da.

00:53:25: aber das heißt noch lange nicht dass ich gleich einsteigere oder so.

00:53:27: Sondern ich informier mich, mache mich schlau sozusagen und schlag dann zu.

00:53:31: Aber es muss ja auch Spaß machen.

00:53:35: Das soll eine Zukunft lastig sein.

00:53:36: Es sollen eine gewisse Leichtigkeit haben.

00:53:38: also so hat's bei mir begonnen und so versuche ich damit auch weiterhin umzugehen.

00:53:46: Paris Kunst kaufen oder verkaufen?

00:53:51: Kaufen.

00:53:52: Intuition oder Recherche?

00:53:54: Intuition, beides – Intuition!

00:53:57: Künstleratelier- oder Galerie?

00:54:00: Künstlersatelier.

00:54:01: Galerie oder Kunstmesse?

00:54:04: Kunstmessen.

00:54:05: Galeries oder Auktion?

00:54:07: Galerie.

00:54:08: Anonym am Telefon bieten oder live im Auktionssaal?

00:54:12: Anonym am Telefon.

00:54:14: Morgens ins Museum oder abends zur Vernissage?

00:54:18: Morgens ins Museum.

00:54:20: Eignes Museum oder Leihgeber im Museum?

00:54:24: Leih Geber!

00:54:26: Deine wichtigen Dos beim Sammeln?

00:54:28: Verlass ich auf deinen Instinkt.

00:54:30: Deine wichtigsten Don'ts?

00:54:33: Lass dir nichts einreden.

00:54:34: Wenn

00:54:36: du nur einen Kunstwerk aus deiner Sammlung behalten dürftest, welches wäre es?

00:54:40: Ein kleiner Banksy

00:54:42: Lieber Robbie, danke dir

00:54:44: Danke dir.

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